Stellungnahme der BIgS zu den Äußerungen von Stefan Lange (CDU)

Stellungnahme der Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung

bezüglich des Gesprächs der BIgS-Vertreter in der Fraktionssitzung der

CDU Sundern am 22.06.2010:

Es ist schade!

Wir von der BigS gingen nach dem Gespräch in der CDU-Fraktion Sundern davon aus, dass wir auf einer Sachebene angekommen sind. Der Artikel in der WP – vermutlich unter Federführung von Stefan Lange entstaden – ist für dieses Ziel nicht hilfreich.

Wenn die CDU Sundern durch Herrn Lange in der WP den Vorwurf verbreiten lässt, „Die Arbeit der Bürgerinitiative ist immer wieder missbraucht worden, um Wahlkampf zu machen“, dann ist das nach unserer Auffassung nicht nur falsch sondern grenzt an Beleidigung.

Bereits zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative und ebenso zur Diskussionsrunde mit den Landtagskandidaten hat die BigS alle Vertreter der politischen Parteien und alle Bürger – insbesondere die aus Westenfeld, Selschede, Am Knick und der Siedlung Röhre – eingeladen. Dazu wurden von uns etwa 750 Handzettel verteilt; die beteiligten Landtagskandidaten wurden durch persönliche Anschreiben eingeladen. Die Bürgerversammlung war sehr gut besucht. Die politischen Parteien wären sicherlich froh, bei ihren eigenen Veranstaltungen so viele Bürger zu erreichen. Es war übrigens auch der Besitzer des unter Schutz gestellten Kalkbuchenwaldes anwesend. Die Aussage in dem Artikel, es habe bisher keine „Gespräche auf Augenhöhe“ gegeben, können wir so nicht nachvollziehen. Gerade die Vertreter der CDU haben auf dem Hof Stöckmann Gespräche über die geplante Steinbrucherweiterung geführt. Ob diese Gespräche auf Augenhöhe stattfanden, können wir nicht beurteilen, da die BIgS hierzu leider nicht eingeladen war.

Wir von der BIgS sind froh und stolz auf da bisher Erreichte:

Wir haben den jahrelangen Verstoß der Westenfelder Steinindustrie gegen die festgelegte Abgrabungstiefe festgestellt, obwohl wir von den zuständigen Behörden immer wieder falsche Auskünfte erhielten.

Wir haben die unzureichenden Sicherungsmaßnahmen an dem zur Steinwaschanlage gehörenden Schlammteich immer wieder angeprangert und eine grundlegende Änderung durch die Bezirksregierung erreicht.

Auch unserem dauernden Drängen ist es zuzuschreiben, dass der Kalkbuchenwald heute unter Schutz steht.

Wenn die CDU nun mit der „detaillierten Aufarbeitung der vorliegenden Gutachten“ beginnt – haben wir sicherlich auch einen Anteil daran.

„ Wir möchten uns ein umfassendes Bild aller Sorgen und Argumente aller Beteiligten verschaffen“, erklärt Stefan Lange. „Dazu zähle auch die detaillierte Aufarbeitung der vorliegenden Gutachten, auf die sich Verwaltung und BIgS in ihren jeweiligen Argumentationen stützen“.

Spannend bleibt nun die Frage, ob diese Fach- und Sachkundigmachung von der CDU bis zur Ratssitzung am 01.07.2010 „erbracht“ werden kann; denn dann kommt es zur Abstimmung des SPD-Antrages zur Erweiterung des Trinkwasserschutzgebietes im Bereich Rieke.

Unbeschadet davon werden wir neben den „weiteren gemeinsamen Gesprächen“ mit Vertretern der CDU auch weiterhin die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vertretern der SPD, Die Grünen und der Rentnerpartei pflegen.

Für die Bürgerinitiative

Manuela Steinhoff

Max Lehnert

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