Unabhängige Flüchtlingsberatung in Sundern wird eingestellt!

Bisher erfolgte die Beratung ausländischer Flüchtlinge in Sundern durch die Diakonie Ruhr- Hellweg e.V.. Die Stadt gab hierfür einen Zuschuss von 18000,- €. Dafür öffnete 2 mal wöchentlich die Beratungsstelle in der Fußgängerzone.
Bereits in der letzten Ratssitzung hatte die CDU beantragt diesen Zuschuss zu streichen und die Betreuung dem städtische Sozialamt zu übertragen.
In der heutigen Sitzung verteidigte Frau Dennemark von der Diakonie die Notwendigkeit einer unabhängigen Flüchtlingsberatung. Gerade im Spannungsfeld mit einer schwierigen Kreisausländerbehörde sei es unbedingt notwendig eine von der Verwaltung unabhängige Flüchtlingsberatung zu haben. Sie hätte auch eine wichtige psychologische Funktion und das Einreichen von Härtefallanträgen und Petitionen um Menschen ein Bleiberecht zu ermöglichen sei sehr arbeitsaufwändig und setze ein großes Vertrauensverhältnis voraus.
Eine Beratung im Sozialamt sei nahezu unmöglich, weil die Menschen dort viel zu große Angst hätten und es kein neutraler Ort sei. Zudem ist das Sozialamt weder dazu in der Lage noch dazu befugt Flüchtlingen ein Bleiberecht zu ermöglichen.
Der Ausschluss beschloss trotzdem gegen die Stimmen von SPD und Grünen den Vertrag mit der Diakonie zu kündigen, die Arbeit zukünftig dem Sozialamt zu übertragen und nur noch 3000,- E jährlich für notwendige fachliche Beratung in Einzelfällen zur Verfügung zu stellen.

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