wann kommt die Wasserschutzzone Dörnholthausen?

By admin um 22:53 am Dienstag, Juli 9, 2013

Für fast 700000,- Euro wurde auf Kosten der Gebührenzahler in Sundern der neue Hochbehälter in Dörnholthausen errichtet. Eine aufwendige Filtrationsanlage reinigt das Wasser- Dörnholthausen und der größte Teil Stockums bekommen dadurch sauberes und kalkarmes Quellwasser aus dem Waldgebiet der Homert. Bei einem Tag der offenen Tür wurden nun die aufwendigen Reinigungsstufen gezeigt: Mit einer hochmodernen Filtrationsanlage werden kleinste Schmutzpartikelchen aus dem Wasser gefiltert. In einer nachgeschalteten UV Anlage wird das Wasser desinfiziert. Aufwendige und teure Technik für eine kleine Wasserginnungsanlage mitten im Wald. Für diese teure Anlage beantragten die Grünen schon 2009 die Ausweisung einer Wasserschutzzone (Antrag siehe unten) um die Umwelt zu schonen und den Schmutzeintrag zu verhindern.

Das was eigentlich Geschäft der laufenden Verwaltung sein sollte, ist allerdings bis heute nicht erfolgt: In der letzten Kreisumweltausschussitzung begründete der zuständige Amtsleiter die Untätigkeit in der Sache damit, dass das Personal fehle: Zwar lägen alle Gutachten vor, doch für die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern zur Umsetzung fehle das notwendige und fachgeschulte Personal. Auch beim Amtsleiter der Stadt Sundern verweist man auf Personalmangel: Die Gutachten lägen auch dort zur Stellungnahme vor, aber aus Zeit- und Personalgründen sei es bisher nicht möglich gewesen dazu Stellung zu nehmen.

Derweil hat die Waldumwandlung in dem Bereich erheblich zugenommen: Während es früher ein reines Waldgebiet war haben heute die Monoschnittgrünkulturen die Oberhand gewonnen: In den Bereichen  wo früher kein Chemikalien und Düngemitteleinsatz vorkam sind sie zum Regelfall geworden. Dem Vernehmen nach wühlen  der/die entsprechenden Grundstückseigentümer der Schnittgrünkulturen  beim Land, damit der Zustand so bleiben kann und sie ihre Monokulturen noch ausweiten können. Der Steuerzahler hat ja die teure Anlage auch finanziert, da kann das Gift ja ungestört weiter in die Schnittgrünmonokulturen gekippt werden.

 

Matthias Schulte- Huermann

Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen Sundern

SKB SBL Fraktion Kreisumweltausschuss

 

 

 

Klaus Korn, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Randweg 50, 59846 Sundern

An die Stadt Sundern
Bürgermeister Wolf

8.10.2009

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Hiermit stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen folgenden Antrag für die Sitzung des kommenden Werksausschusses:

Ausweisung von Wasserschutzzonen der Wassergewinnungsanlage *Tiefbrunnen Dörnholthausen*

Begründung:

Im Trinkwasserkonzept der Stadt Sundern wurden viele Wassergewinnungsanlagen (v.a. Quellfassungen) geschlossen, mit der Begründung optimaler und wirtschaftlicher Trinkwasserschutz können vor allem durch Konzentration auf weniger Anlagen erreicht werden. Das beinhaltet aber auch das für die verbliebenen Anlagen Wasserschutzzonen ausgewiesen werden und in den Bereichen der Einsatz von Chemikalien und Düngemittel begrenzt wird.
Das Einzugsgebiet des Tiefbrunnen Dörnholthausen liegt im Waldgebiet der Homert. Während früher in diesen Wäldern so gut wie gar kein Chemikalien- bzw. Düngemitteleinsatz vorkam hat sich auch hier die Situation verändert. Aus den Wäldern wurden immer mehr Schnittgrünkulturen, bei denen es insbesondere im Jugendstadium zu massivem Chemieeinsatz kommt. Von daher ist die Ausweisung von Schutzzonen unabdingbar, die den Chemikalieneinsatz in dem Gebiet reglementiert.
Für die weiteren im Stadtgebiet vorhandenen Trinkwassergewinnungsanlagen sollte die Verwaltung eine Übersicht über den Stand der Ausweisung von Schutzzonen geben.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Korn
Fraktionsvorsitzender

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