Wie die Verwaltung im Abschlußbericht Wasserwerk Sundern schweigt!

By admin um 21:05 am Montag, Juni 9, 2008

Für die kommende Werksausschusssitzung legt die Verwaltung den Abschlussbericht zum Neubau des Wasserwerks Sundern vor. Kostenentwicklung und Betriebserfahrung zum neuen mit aufwendiger Technologie ausgestatteten Wasserwerk in der Röhre dessen Gesamtbaukosten 2,85 Mio E betragen sollen in der Sitzung dargestellt werden.
Für die Grünen ist die Darstellung der Verwaltung vollkommen mangelhaft. Es fehlen entscheidende Aussagen:
Es finden sich keinerlei Angabe dazu, wie hoch die Anschaffungs- und Montagekosten für die aufwendige Membrantechnolgie und die Aktivkohle sind.
Der Einbau der Technologien ist in der Vergangenheit damit begründet worden, das chlorierte Kohlenwasserstoffe in der Wassergewinnung nachgewiesen wurden. Den Ursachen will die Verwaltung aber offensichtlich nicht nachgehen. Es ist ja auch viel einfacher den Verbraucher die Zeche zahlen zu lassen, als eventuele Verursacher der Verunreinigungen in Haftung zu nehmen.
Auch zu den Betriebskosten, die dadurch verursacht werden finden sich keine Angaben: Die laufenden Kosten des Wasserwerks Röhre sind umso höher je häufiger die Aktivkohle auf Grund der CKW -Belastung erneuert werden muß.
Vollkommen widersprüchlich werden die Verwaltungsangaben bei den geförderten Wassermengen: So wird behauptet das die maximale Aufbereitungsleistung von 250 m³/h problemlos erreicht würde, dass die höchste Rohwasserentnahme bisher allerdings bei max 3615 m³/d lag (was rechnerisch lediglich 150 m³/h entspricht). Die Grünen gehen davon aus, das bei einer Entnahmeleistung von 250 m³ auf jedenfall auch Wasser aus dem Bereich Selschede/Westenfeld in die Anlage fließt, so daß eindeutig die Wasserschutzzone um diesen Bereich, in dem auch die geplante Steinbrucherweiterung liegt ergänzt werden muß.

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