Wie schwierig es ist für Familien zusammenzukommen

By admin um 19:51 am Mittwoch, Februar 8, 2012

Wir hatten hier schon mehrfach über die Kompliziertheit des deutschen Visarechts berichtet, dass auch oftmals Menschen und Familien vor unüberwindbare und unverständliche Schranken laufen läßt.
Heute fand im Ausländeramt in Meschede eine Besprechung in einem solchen, seit langem laufenden Visumverfahren statt. Ein Deutscher mit Wohnsitz im Hochsauerlandkreis hat im Juni 2010 eine Frau aus Peru geheiratet und lebt mit ihr zusammen in Marsberg. Die peruanische Frau hat aus erster Ehe 2 Kinder die in Lima bei der kranken Oma leben. Der leibliche Vater kümmert sich nicht um die Kinder.
Das deutsch-peruanische Ehepaar hat daher im Oktober 2010 für die Kinder ein Visumantrag gestellt um die Kinder zu sich nach Deutschland zu holen. In dem Verfahren gab der Hochsauerlandkreis gegenüber der Botschaft Lima eine negative Stellungnahme ab. Hauptgrund war, dass er der Meinung war, der Unterhalt für die Kinder sei nicht gesichert. Die Botschaft Lima lehnte daraufhin den Visumantrag ab.
Im Laufe des Verfahrens wandte sich der Ehemann an die Grünen Sundern Matthias Schulte- Huermann stellte über MdL Sigrid Beer eine Petition beim Landtag NRW für die Kinder, da die jetzige Situation sowohl für die Kinder als auch für das Ehepaar ein unhaltbarer Zustand ist und ein Härtefall vorliegt. Zudem sind wir der Meinung, dass das feste Einkommen des Ehemanns für die Familie vollkommen ausreichend ist und auch die Wohnsituation gesichert ist.
Auf Grund der unhaltbaren und extrem belastenden Situation für die Kinder ist die Ehefrau bereits Anfang 2011 nach Lima zurückgereist, da nur so sicher gestellt ist, dass sich jemand um die Kinder kümmert. Seitdem wartet die Familie vergebens auf eine Lösung des Problems.
Der Ehemann hat nun eine sog. Remonstration bei der Botschaft Lima gegen die Visumablehnung eingelegt.
Im heutigen Gespräch in der Kreisausländerbehörde, an dem neben dem Stief- Vater auch Klaus Korn und Matthias Schulte- Huermann teilnahmen (und vom Ausländeramt die Herren Schäfer, Vonstein und Bollermann), verdeutlichten wir noch einmal die Härtefallsituation für die Familie. Nachdem einige Mißverständnisse ausgeräumt und neue Fakten dargelegt wurden,  sagte der Hochsauerlandkreis zu , dass er die Faktenlage nach Vorlage entsprechender Unterlagen erneut zügig überprüfen wird. Wir sind der Meinung, dass die Kreisausländbehörde in dem Fall hinreichend Spielraum hat um ein positives Votum abzugeben.

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