Winterfahrkarten wurden gestrichen; Schulwege gefährlicher

Für die kommende Ratssitzung haben die Grünen Sundern einen Antrag zur Schulwegsicherung gestellt. Der Hintergrund ist, dass Bügermeister Lins die Eltern angeschrieben hat, die von den Sparmaßahmen durch Streichung der sog. *Winterfahrkarte* betroffen sind. Die Winterfahrkarte wurde bisher dort als freiwillige Leistung von der Stadt bezahlt wo der Schulweg (insbesondere im Winter) zu gefährlich ist. In den vergangenen Haushaltsplanberatungen wurde nun gegen die Stimmen der Günen beschlossen diese freiwillige Leistung zu streichen, da sich die Stadt im Nothaushalt befindet.
Für die Grünen ist es befremdlich, dass plötzlich die Wegestrecken, die bisher als gefährlich galten nach Auskunft von Bürgermeister Lins nicht mehr gefährlich sein sollen. BM Lins schreibt an die Eltern: :
*Die Schulwege der Stadt Sundern sind nach den objektiven Gegebenheiten weder besonders gefährlich und daher ungeeignet, noch sehr verkehrsreich.*.

Warum galten bisher diese Schulwege als gefährlich und sind es plötzlich mit Eintritt in den Nothaushalt nicht mehr?

Wir haben in den Haushaltsplanberatungen vertreten, dass (wenn schon die Winterfahrkarte gestrichen werden muß) wenigstens dafür Sorge zu tragen ist, dass der Schulweg verbessert wird und fragen daher, was bisher dafür getan wurde? Ein Beispiel für einen katastrophalen Fußweg, der verbesserungswürdig ist, ist die Strecke zwischen Silmecke und Seidfeld. Der Seitenstreifen entlang der Landstraße ist mittlerweile eine Holperstrecke, die kaum noch befahrbar ist. Von daher ist hier wohl kaum von einem sicheren Schulweg zu sprechen. Zudem ist die Wegeverbindung nicht nur als Schulweg wichtig.

Wir beantragen daher für die kommende Ratssitzung bzw. Hauptausschuss eine Darstellung der Schulwegsituation (insbesondere in den Bereichen in denen bisher ein Winterfahrkarte gewährt wurde )und der geplanten Maßnahmen.

4 Kommentare

  1. Rüdiger Laufmöller

    Interessant. Fragen zu diesem Thema habe ich in der letzten Hauptausschusssitzung gestellt, da eine Gruppe Seidfelder Bürger sorgenvoll die jetzige Situation beäugt. Vorschläge zur Sicherung des Weges wurden von mir auch bereits gemacht.
    Die Stadt hat übrigens bereits eine Überprüfung des Weges zugesagt.

    Antworten
  2. admin

    Lieber Rüdiger,
    das ist richtig so! Allerdings ist dieser Streckenabschnitt schon seit langem im Gespräch. Noch unter Bürgermeister Wolf hatten wir beantragt, dass hier ein vernünftiger Radweg hin muß, das ist ja nur ein kurzes Srück was fehlt. Es wurde auch zugesagt dass was passiert, aber geschehen ist bisher nichts, wenn Du als stellvertretender Bügermeister nun auch ins gleiche Horn stößt umso besser.

    Grüße

    Matthias Schulte- Huermann

    Antworten
  3. Martin Niedermeier

    Sehr geehrte Stadtfraktionsmitglieder,

    in der Zeitung habe ich über den Schulweg nach Seidfeld gelesen. Egal, ob Nothaushalt oder nicht, die Strecke an der Landstrasse ist nach meinen Recherchen, auch wenn es das Verwaltungsgericht anders sieht, kein sicherer Schulweg gemäß Schulrecht. Eine befestigte Bankette ohne Trennlinie darf von Autos bis zum Rand befahren werden. – Ich würde anstelle der Eltern mein Notstandsrecht gebrauchen und die Schulpflicht bestreiken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Martin Niedermeier

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