Wintershall macht Druck

By admin um 16:53 am Freitag, Juni 22, 2012

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Energiekonzern macht Druck bei Erdgas-Suche

21.06.2012 | 19:17 Uhr

Energiekonzern macht Druck bei Erdgas-Suche
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Wintershall schickt Brief an alle Landtagsabgeordneten – Ziel: Moratorium aufweichen

Der Energiekonzern Wintershall, eine BASF-Tochter, macht Druck in Sachen Erdgas-Suche: In einem Brief an alle neu gewählten nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten bietet sich Wintershall einerseits als „Dialogpartner“ an, lässt aber durchblicken, dass man mit dem Moratorium des Landes nicht einverstanden ist.

Bis ein Gutachten zur Gefährlichkeit von „Fracking“ bei der Suche und Förderung von „unkonventionellem Erdgas“ vorliegt, darf die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Bergbehörde keine Genehmigungen für Bohrungen erteilen. Davon betroffen sind auch Probebohrungen zur Erforschung des Untergrundes – Ausnahmen sind nur möglich, wenn sich der jeweilige Konzern schriftlich verpflichtet, bei der Bohrung und auch in Zukunft dort auf den Einsatz von Fracking zu verzichten. Das hat Wintershall bisher nicht definitiv erklärt.

Keine Aussage, wo man bohren will

Der Energiekonzern appelliert nun in dem Brief an die Parlamentarier, dass eine NRW-spezifische Erforschung notwendig sei, um die geologischen Verhältnisse in ihrem Konzessionsfeld „Ruhr“, das sich vom Niederrhein bis ins Sauerland erstreckt, zu erkunden. Deshalb wolle man Probebohrungen vornehmen. Wo das geschehen soll, lässt Wintershall aber immer noch offen – die Vorbereitungen seien noch nicht abgeschlossen, sagt Stefan Leunig, Sprecher des Konzerns. Seit Monaten gibt es deshalb viele Spekulationen, welche Städte von Wintershall ins Auge gefasst sein könnten.

Derweil nimmt der Bürgerprotest gegen die umstrittene Erdgas-Suche zu. An einer Bürgerversammlung der SPD in Sundern nahmen rund 100 Besucher teil, von denen viele ein komplettes Verbot forderten. SPD-MdB Ulrich Kelber stellte die Position der Bundes-SPD vor: Die will kein Fracking, so lange Gift in den Boden gepumpt wird. Und sie spricht sich für eine Änderung des Bergrechtes aus, um u.a. Umweltverträglichkeitsprüfungen mit Bürgerbeteiligung durchführen zu können.

Heinz Krischer

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