Wurde im Steinbruch Westenfeld zu tief abgegraben?

By admin um 19:45 am Mittwoch, August 26, 2009

DerWesten – 26.08.2009
https://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/sundern/2009/8/26/news-130810501/detail.html
Steinbruch Westenfeld
Auch Grundwasser füllt den See
Sundern, 26.08.2009, Sabine Metzler,
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Sundern/Westenfeld. Soll da etwas zugeschüttet werden, das nicht ans Tageslicht kommen darf? Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Westenfelder Steinbruchs sind misstrauisch: in dem Bruch wird zurzeit ein Karstsee zugeschüttet.

Im Mai 2009 war der See noch relativ groß. Der See wird auch von Grundwasser gespeist, erklären Sprecher der Bürgerinitiative. Für sie sind es auch „Verschmutzungen”, die in den See gekippt werden. Der Schlamm in dem Material berge die Gefahr, dass die Spalten innerhalb des Karstgesteins „zugeschlämmt” werden, wie Max Lehnert erklärt. Damit könnte der natürliche Zulauf zum Wasserwerk Röhre verstopft werden.

Im Gespräch mit Mitgliedern der Initiative wird immer wieder deutlich: wenn sie Aussagen des Steinbruch-Betreibers oder der Behörden nachprüfen möchten, müssen sie sich auf eigene Anschauungen oder Messungen verlassen, die offiziell nicht anerkannt werden.

Danach haben sie den Verdacht: der Abbau in Westenfeld habe inzwischen ein Niveau erreicht, das unterhalb des Wasserwerks Röhre liegt – mit der Konsequenz, dass dort weniger Wasser ankommt. Das Werk liegt auf 267 Meter über NN, die Linnepe auf 282 Meter. Ein Abbau sei bis 287 Meter genehmigt, nach Auffassung der Initiative liege das Niveau inzwischen rund 20 Meter tiefer.

Die Auffüllung des Sees hat die Bürgerinitiative gegenüber dem Regierungspräsidenten angesprochen. In seiner Antwort heißt es unter anderem: „Bei dem im Steinbruch befindlichen Karstwassersee handelt es sich um das sogenannte Tagebautiefste, das der Aufnahme der im Steinbruch fallenden Niederschläge dient.” In dem Schreiben vom 31. Juli, das die Bürgerinitiative am 12. August vorliegen hatte, heißt es weiter „die mir jetzt vorgelegten Einmessung des Wasserspiegels (Stand Dezember 2008) zeigt, dass das Grundwasser freigelegt wird”.

Eine Aussage, die nach Meinung der Gruppe sofortiges Eingreifen von Seiten des Regierungspräsidenten erfordert. Der hatte einmal gesagt: „Es gibt eine klare Anweisung an die Bergbaubehörde, wenn es in das Grundwasser geht, wird es untersagt. Das Grundwasser darf nicht tangiert werden.”

Und zu Westenfeld: „Durch entsprechende Auflagen im Genehmigungsbescheid des Steinbruchs Westenfeld ist sichergestellt, dass das Gestein nicht bis zur Grundwassertiefe abgetragen werden kann.”

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