Zu Lasten der Bildungsqualität, des Haushalts und der Glaubwürdigkeit!

Zum Beschluß von CDU und SPD im letzten Schulausschuss den Standort der Gemeinschaftsschule Altes Testament nach Hellefeld zu verlegen, was faktisch das Ende der einzigen Gemeinschaftsschule im Stadtgebiet bedeutet,  liegen mittlerweile 2 Reaktionen vor. Hier zunächst ein Leserbrief des Vorsitzenden der Schulpflegschaft der katholischen Johannesgrundschule Sundern:

 

 

*Kommunalpolitik ist oft nicht einfach: Angesichts sinkender Schülerzahlen und knapper Kassen steht sie vor der Herausforderung, die Schullandschaft im Stadtgebiet endlich mit Kompetenz und Weitsicht zukunftssicher zu machen. Beim Ringen um die beste Lösung werden die Politiker dabei natürlich von diversen Wählergruppen bedrängt, jeweils ihre Partikularinteressen durchzusetzen. Beinahe schon zwangsläufig ergeben sich dann so wunderliche Kuhhandel wie z.B.  „Sportplatz gegen Schule“.

Ein wahrer Glücksfall ist es dagegen, wenn die Stadtverwaltung über eine ausgewiesene und auf Ausgleich bedachte Expertin verfügt, welche ihre Empfehlungen und Analysen unabhängig von Wahlversprechen ausarbeitet und vorlegt. Ein Glücksfall deshalb, weil zum einen – in enger Abstimmung mit den vorgesetzten Schulbehörden – die erforderliche Sachkompetenz vorhanden ist. Zum anderen, weil sich einzelne Politiker gar nicht erst in persönliche Erklärungsnöte begeben müssten, wenn auf diesem Wege ein sachlich begründeter und transparenter Entscheidungsprozess erfolgen dürfte.

Leider wurde diese Chance in der SSK-Sitzung vom vergangenen Donnerstag erneut vergeben. Zu Lasten der Bildungsqualität, zu Lasten des Haushalts und zu Lasten der Glaubwürdigkeit der Politik.*

Matthias Bayer
Vorsitzender der Schulpflegschaft der Johannesschule Sundern

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