Mobilität neu denken

In jedem Alter sicher und schnell von A nach B: Das ist eine besondere Herausforderung. Auch
weil wir auf dem Land leben. Wir brauchen hier gemeinsamen Einsatz, kreative Ideen und einen
guten Willen: Radwege, engmaschiger öffentlicher Personennahverkehr, die Anbindung Sunderns
an die große, weite Welt, perspektivisch durch die Röhrtalbahn, E-Ladesäulen, Carsharing und
der Bürgerbus – viele Mosaiksteine verbessern unsere Mobilität ohne fossile Energie.
Denn zu viel Verkehr ist nervig und gefährlich. Autos, Motorräder an den Wochenenden, LKWs in
der Woche – wir brauchen Tempo-30-Zonen, Lärmschutz und Kontrollen. Ein nachhaltiger Touris-
mus, z. B. mit Anreise per Bus und Bahn, ist wünschenswert. Außerdem muss die Nutzung des
Deutschlandtickets für Kinder und Jugendliche weiter vergünstigt angeboten werden.


Dafür stehen wir GRÜNE in der kommenden Wahlperiode:


Neues Mobilitätskonzept umsetzen
In Sundern können wir auf unterschiedliche Weise ans Ziel kommen. In der Regel nehmen wir
den PKW. Dieser wird im ländlichen Raum sicher ein wichtiger Teil der Mobilität bleiben. Die
Frage ist allerdings, ob jede*r ein eigenes Auto benötigt. Immerhin steht ein großer Teil aller Au-
tos mehr, als dass er fährt. Viele Strecken lassen sich zu Fuß oder per Rad erledigen.
Wir machen uns dafür stark, gemeinsam mit interessierten Bürger*innen ein Mobilitätskonzept
für Sundern zu entwickeln, das alle Möglichkeiten voranzukommen in Betracht zieht, von Fahrrä-
dern und E-Bikes über Busse bis zum Car-Sharing. Umsteigemöglichkeiten in Busse und Bahnen
sollten mit dem „Park and Ride“-Gedanken diskutiert werden. Räder müssen sicher abgestellt
und ggf. geladen werden können. Das neue Mobilitätskonzept sollte auch prüfen, ob sich die Ver-
kehrsprobleme in Sundern lösen, wenn die Röhrtalbahn reaktiviert wird.


Sicher und komfortabel ans Ziel kommen
Im Straßenverkehr müssen wir die Interessen aller Teilnehmenden berücksichtigen. Jede*r Ver-
kehrsteilnehmer*in muss sicher ans Ziel kommen: Wir fordern mehr Fußgängerampeln und Ze-
brastreifen, vor allem an Kitas, Schulen, Altenheimen und Bushaltestellen.


Rad- und Fußwegenetz ausbauen
Jede*r Radfahrer*in freut sich über Radwege, die abseits der Hauptstraßen sicher zum Ziel füh-
ren und bestenfalls kürzer sind als der Weg über die Straße. In Sundern hat sich hier in den ver-
gangenen Jahren einiges getan – das muss anerkannt werden. Aber: Viele Radwege enden noch
abrupt auf der Straße. Ohne sichere Überführung in den fließenden Autoverkehr sind Probleme,
ja sogar Unfälle vorprogrammiert. Wir benötigen ein echtes Rad- und Fußwegenetz. Innerhalb
der Stadt und der Ortsteile, z. B. aus dem Hoffmann’schen Gelände bis in die Innenstadt, aber
auch darüber hinaus in die Nachbarkommunen, z. B. nach Neheim-Hüsten. Der Ruhrtalradweg
zeigt eindrucksvoll, dass ein gutes Angebot eine erhöhte Nachfrage mit sich bringt.

Mit dem ÖPNV bequem an die Nordsee
Das ist eine schöne Vorstellung, die leider wenig mit der Realität zu tun hat. Wenn wir uns heute
auf eine Fahrt begeben, machen wir das mit dem Auto. Warum? Weil es trotz der Hektik im Stra-
ßenverkehr und vielen Staus die einfachste Lösung ist. Als GRÜNE fordern wir, dass hierzu eine
klimafreundliche Alternative geschaffen wird. Wir setzen uns dafür ein, dass ein zentraler Bus-
bahnhof entsteht, der einen verlässlichen Anschluss des ÖPNV an die Bahnhöfe der umliegen-
den Kommunen sicherstellt. Von hier aus können wir in Zukunft dann unsere Reisen starten –
verlässlich, bequem, stressfrei und entspannt.