Röhrtalbahn: Forderung der lokalen Agenda 21 an die Politik

By admin um 18:24 am Montag, Mai 6, 2013

 

 

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Stellungnahme Amecke 21 zur Ratssitzung

By admin um 18:50 am Sonntag, Mai 5, 2013

Stellungnahme zur Ratssitzung am 25.4.03 / Ferienparkanlage Amecke

 

Euphorie ohne Fakten

Viele Bürger waren am 25.4.13 im Ratssaal versammelt und warteten darauf, dass endlich Pläne zum Ferienpark, die ja bereits zum 25.10.12 angekündigt waren, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wim Egging/stepinvest, Don van Schaik/Dormio und Klass Bruina Slot/Ballast Nedam waren gekommen, um den Anwesenden die erhofften Pläne zu zeigen. Doch was kam, war zwar eine überzeugende Vorstellung ihrer Unternehmen mit den bereits realisierten Projekten, aber wieder keine Pläne, wie der Park denn nun gestaltet werden soll. Wir können sicherlich behaupten, dass alle mehr als enttäuscht waren und mit deutlich anderen Erwartungen an der Sitzung teilgenommen haben. Man darf wohl mit Gewissheit sagen, dass die Pläne im Oktober eben nicht fertig waren und der Investor deshalb “krank” war.

Nunmehr wird für die Vorstellung der Planungsdetails der Sommer als Termin genannt.

Es sind nach wir vor 220 Häuser im Gespräch. Die BI hält dies für zu groß. Die Nachfrage nach Ferienzentren ist seit 2000 bundesweit rückläufig (BTE-Gutachten 2008).  Zu viel Konkurrenz in der Region (sinkende Übernachtungszahlen in Medebach (3500 Betten) hat zu massiven Besucherrückgängen geführt. Zudem entstand ein neuer Ferienpark in Winterberg-Siedlinghausen; 2014 soll mit dem Bau des Ferienparks in Bestwig- Andreasberg begonnen werden (hier sind 250 Häuser geplant).Wir bezweifeln nach wie vor, dass ein Park dieser Größenordnung ausreichend ausgelastet sein wird. Anlagen mit außenorientiertem Angebotskonzept können auch in wesentlich kleineren Dimensionen errichtet und wirtschaftlich betrieben werden, da die Kosten für die touristische Infrastruktur niedrig gehalten werden können. (Quelle: Gutachten BTS im Auftrag des HSK, 2008). Wir befürchten Konfliktpotential zwischen „Tagesrummel“ am Wochenende, Anwohnern und Ferienparkgästen: Der Ferienparkgast sucht Ruhe und Erholung und nicht Verkehrschaos und Motorenlärm. Gerade der dörfliche, naturnahe Charakter von Amecke hat den besonderen Reiz dieses Standortes ausgemacht und genau dieser Standortvorteil wird durch die Größe des Parks verspielt.

Auch wenn Don van Schaik von Dormio Hoffnung weckte, weil er von 5 Personen pro Haus sprach (bisher war von 12 bis 24 die Rede), und ein Angebotskonzept favorisiert, das offen sein soll nicht nur für Gäste des Ferienparks                                      

-        befürchten wir, dass unser Dorf überfordert ist, permanent mehrere hundert Gäste zu integrieren

-        haben wir Bedenken, ob es tatsächlich so viele potentielle Gäste gibt, die bereit und auch finanziell in der Lage sind , solche Preise für eine Woche Urlaub im Sauerland (ohne Schönwettergarantie) zu zahlen (Hauptsaison ca.1.300 €/Woche, Nebensaison ca. 800-900 €/Woche )

-        finden wir einen Park mit 220 Häusern viel zu groß (wir stehen für sanften Tourismus) und fordern wir eine Anlage mit deutlich weniger Häusern

Wir fordern zudem,

-        dass Waldabstände eingehalten werden

-        dass die Einbettung der doch massiven Bebauung in die Landschaft erfolgt

-        dass nicht – wie bisher geplant – bis an den  Sorperandweg  gebaut wird

-        dass es keine „Sauerländer Dirndlarchitektur“ gibt

-         dass dem „Naherholungsgebiet Sorpesee“ Rechnung getragen wird

-        die Häuser individuell aussehen und es kein hässliches Einerlei gibt

-        ökologisch gebaut wird                                           

Wir können nur hoffen, dass sich die Projektbeteiligten ihrer Verantwortung bewußt sind und dass Vernunft und Objektivität zu einem Ergebnis führen, mit dem  A L L E zuversichtlich in die Zukunft schauen können.

 

BI AMECKE21-für einen sanften Tourismus

Sabine Heinrich    Susanne Müer      Marion Neiteler

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Antworten auf die Fragen der BI Amecke 21

By admin um 15:10 am Freitag, April 19, 2013

Die Bürgerinitiative hatte einen umfangfreichen Fragenkatalog zur Ferienhausanlage an den Bürgermeister geschickt. Die Antwort (die in der kommenden Ratssitzung am 25.4.  Thema ist) findet sich hier:

https://sira.kdvz.de/sundern/gremien/rat_der_stadt_sundern/oeffentlich/2013_04_25/rat_0317.pdf

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Wald in Sundern

By admin um 21:55 am Sonntag, April 14, 2013

Am Freitag fand in Sundern eine sehr interessante Diskussion statt. Die Historische Kommision Westfalen hatte zu ihrer Jahresversammlung die *Senioren* der Sauerländer Politik Dieter Julius Cronenberg , Franz Münterfering und Ferdi Tillmann eingeladen um von ihnen,  jenseits parteipolitischer Ebenen, mal etwas mehr persönliche Erfahrungen zu bekommen. Es ging dabei auch um ihren Bezug zum Nationalsozialismus, ihre sauerländer Wurzeln, ihre Ursprünge in der Kommunalpolitik  und Anekdoten aus ihrer Geschichte. Dabei gab es sicherlich einiges Interessantes. Auf die Frage  , was er an Sundern schätze, antwortete Münterfering: Am meisten den Wald. Wenn er aus Berlin käme so wäre ein Waldspaziergang für ihn  immer ein besonderes Erlebnis.

Diese Aussage und die Diskussion über den Sunderner Wald im letzten Hauptausschuss (in Ansätzen in dem WP artikel unten wiedergegeben) veranlaßte mich zu nachfolgendem Leserbrief:

Offensichtlich haben Bürgermeister und der von der Stadt beauftragte Forstdienstleister die Jagdsaison eröffnet, anders lässt sich nicht verstehen, warum öffentlicher Mob veranstaltet wird, obwohl der Sachverhalt der Sichtschneisen der Hachener Burg längst geklärt ist: *Es ist kritisch zu sehen, wenn die Eingabe eines einzelnen Bürgers, ohne Rücksprache oder Beteiligung der Stadt dazu führt, dass die beschlossene Maßnahmen nicht umgesetzt werden können*, so heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung und in der Presse. Der einzelne Bürger der hier an den Pranger gestellt werden soll ist Klaus Korn. Und was hat er frecherweise gemacht? Er hat das gemacht, was richtig war in dem Fall Burgberg Hachen: Er hat die zuständige Fachbehörde, das Landesamt für Naturschutz eingeschaltet, damit sie sich die Naturschutzwürdigkeit des Burgbergs näher ansieht. Die Fachbehörde ist zum Ergebnis gekommen, dass es sich um einen artenreichen Eschen- Ahorn- Kalkhangschuttwald handelt und ihn deswegen unter Schutz gestellt. Das heißt: Schneisen, die die angebliche Burg freistellen, dürfen nicht durchgeführt werden. Wenn der Stadtförster etwas anderes behauptet, so liegt er fachlich vollkommen falsch. Was soll übrigens mit solcher Verbissenheit in Hachen freigestellt werden? Sicherlich stand früher auf dem Hachener Burgberg mal eines der ältesten Gebäude der Stadt. Die Ursprünge dürften ins 10. Jahrhundert zurückgehen. Doch was ist davon noch vorhanden? In der entsprechenden Beschreibung der Burg Hachen durch Theo Simon aus den 50ger Jahren heißt es: *Als die Mauern immer mehr verfielen und allmählich auseinanderbröckelten , boten die herabfallenden Steine den Ortsbewohnern willkommenes Baumaterial. Sie benutzten die Ruinen als Steinbruch. Und als man sie retten wollte … da war es schon zu spät. Daher sind sie heute fast ganz verschwunden und vom Orte her nicht mehr sichtbar.* Das, was dann errichtet wurde,  ist ein Kriegerdenkmal und nachträglich wieder errichtete Mauerreste. Und die sollen jetzt durch die Sichtschneisen durch das Naturschutzgebiet weithin sichtbar gemacht werden. Ob das den Einsatz von Bürgermeister und *Stadtförster* lohnt?
Die Fachkompetenz des Stadtförsters bezweifeln wir langsam auch in anderen Fragestellungen:
Nach Kyrill wurden großflächige Laubholzpflanzungen durchgeführt, ohne den Wildverbiss dabei zu berücksichtigen. Nachdem nun große Flächen immer wieder abgefressen wurden, kommt der Förster zum Ergebnis, dass das so nicht geht und benötigt erhebliche Gelder für Pflegemaßnahmen. Das hätte man auch schon bei den Anpflanzungen erkennen können und dementsprechende Maßnahmen einleiten müssen. Dann wären der Stadt große Ausgaben erspart geblieben.
Des weiteren wendet sich der Stadtförster mit fadenscheinigen Argumenten gegen die Ausweisung von Naturschutzgebieten im städtischen Buchenwald: Flächen in Hagen, die der Kreis unter Schutz stellen will, seien vom *Buchensterben* betroffen und podsolidiert, man müsse dort amerikanische Tannen (Abies grandis) anpflanzen können. Ein allgemeines großflächiges Buchensterben über 400 m ist bisher offensichtlich nur ihm bekannt, und warum er dann unbedingt in diese Bereiche mit der amerikanischen Küstentanne reingehen will, erschließt sich aus fachlichen Gründen nicht. Der einzige Grund könnte ökonomischer Natur sein. Doch wie soll der Hochsauerlandkreis eigentlich noch Laubwaldnaturschutzgebiete auf privaten Flächen ausweisen, wenn die Stadt sich schon weigert, das umzusetzen?
Das der Klettergarten des Team Mosaik so nicht umsetzbar ist, ist schade, aber auch hier hätte der Stadtförster im Vorfeld wissen müssen, dass das im schutzwürdigen Bereich nicht möglich ist und nach alternativen Flächen suchen müssen. Auch hier tut der Bürgermeister wiederum so, als sei die Unterschutzstellung nur durch die Eingabe einer Person passiert (von wem eigentlich?). Unseres Wissens handelt es sich um eine in Fachkreisen bekannte Unterschutzstellung der Buchenwälder und nichts, was auf  irgendeinem privaten Mist gewachsen ist. Zudem handelt es sich beim Team Mosaik doch um eine private Firma. Warum soll die eigentlich in den Stadtwald und dann auch noch in naturschutzwürdige Flächen? Unserer Ansicht nach gibt es hinreichend private Flächen die Team Mosaik nutzen könnte, ohne mit dem Naturschutz in Konflikt zu kommen.
Erhebliche Eingriffe in den Waldbestand gibt es zudem durch die geplante Ferienhausanlage an der Sorpetalsperre. Mit der Abholzung von 30 ha Waldfläche wird der Startschuss gegeben zur Bebauung des bisher von jeglicher Bebauung freien Ostufers. Ob dieser erhebliche Eingriff in das Landschaftsbild nachhaltig ist, dass wird sich erst noch zeigen.
Wenn man zusätzlich noch berücksichtigt, dass in den letzten Jahren große private Waldflächen im Stadtgebiet in intensiv genutzte reine Nadelschnittholz- und Weihnachtsbaumkulturen umgewandelt wurden, so zeigt sich, dass das, was Menschen an unserer Landschaft schätzen, nämlich gemischt zusammengesetzter Hochwald, immer mehr verschwindet.
Matthias Schulte- Huermann
Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen

 

 

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öffentlicher Mob oder Sachdarstellung?

By admin um 21:40 am Sonntag, April 14, 2013

 

 

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Amecke 21: Fragen an Bürgermeister und Stadtrat

By admin um 9:06 am Samstag, März 23, 2013

 

Die Bürgerinitiative Amecke 21 hat nachfolgende Fragen zur Ferienhausanlage Amecke an den Bürgermeister und den Rat geschickt:
Die Planungen zum Ferienpark in Amecke scheinen in Kürze in eine entscheidende Phase zu treten. So hatte der Bürgermeister im Rahmen eines Gespräches mit der BI noch für März eine Vorstellung der Pläne der Investoren angekündigt. Unmittelbar danach soll der Bebauungsplan an diese Pläne angepasst werden, damit der Baubeginn im Herbst oder spätestens Ende des Jahres erfolgen kann. Nunmehr soll der Planungsausschuss am 18.04. über den Stand der Planung unterrichtet werden. Mit Schwierigkeiten bei der baurechtlichen Umsetzung rechnen der Bürgermeister und die Stadtverwaltung offensichtlich nicht.
Aus unserer Sicht ist dieser Zeitplan, angesichts der vielen offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Ferienpark, sehr eng. Nachfolgend haben wir einige Fragen zusammengestellt, deren Beantwortung uns für eine Beurteilung des Vorhabens unabdingbar erscheinen:
1. Auf Nachfrage hat uns der Bürgermeister eine Liste von Links zu Ferienparkprojekten zur Verfügung gestellt, die vom Investor Stepinvest gebaut worden seien. Leider lässt sich allein aus den im Internet verfügbaren Informationen die Rolle der Fa. Stepinvest im Zusammenhang mit den Ferienparkprojekten nicht nachvollziehen. Folgendes Zitat aus einer Mail von Herrn Egging an den Bürgermeister trägt unserer Ansicht nach ebenfalls nicht zur Klarheit bei: „Bei allen Projekten sind Herr Joosten und Ich einbezogen als Finanzier“.

Dazu fragen wir:
· Welche Rolle hat die Fa Stepinvest bei den Referenzobjekten übernommen? Projektierer? Geldgeber?
· Hat der Stadtrat und/ oder die Stadtverwaltung über den möglichen Investor einen Due Diligence Report, in denen der Investor finanziell, organisatorisch und qualitativ überprüft wird, erstellt bzw. erstellen lassen? Wenn ja: Mit welchem Ergebnis? Wem ist der Report zugänglich? Wenn nein: Warum nicht? Wird noch ein Report erstellt?
· Welche Funktion haben Herr Egging und Herr Joosten bei der Fa. Stepinvest?
· Hat die Stadt das Ferienparkgelände bzw. die Option einen Ferienpark zu bauen im Wettbewerb vermarktet? Haben sich andere Investoren beworben?
· Wer verhandelt für die Stadt mit der Fa. Stepinvest ?
· Warum sind die Amecker Vertreterinnen und Vertreter im Stadtrat an den Verhandlungen und Gesprächen mit dem Investor nicht beteiligt worden?
· Wann stellen sich der Investor und der Betreiber des Parkes in Amecke vor?
· Hat die Stadtverwaltung oder der Bürgermeister mit anderen Gemeinden, in denen der Investor Stepinvest bzw. deren Repräsentanten aufgetreten sind, gesprochen und Referenzen erfragt? Wenn ja: Mit welchen Gemeinden wurde Kontakt aufgenommen? Welche Erkenntnisse ergaben sich aus den Kontakten? Wenn Nein:
Warum nicht?
· Der Presse war zu entnehmen, dass die Stadt Verträge mit dem „Investor“ geschlossen habe, um der Wohnbevölkerung die Benutzung der entstehenden
Freizeiteinrichtungen zu marktüblichen Preisen zu garantieren. Wer ist konkret Vertragspartner der Stadt?
· Wann können Bürger von Amecke und Vertreter der BI alle Verträge einsehen, welche die Stadt Sundern mit “den Investoren” oder dessen Vertretern unterzeichnet haben?
· Welche Zusagen sind den „Investoren“ gemacht worden bevor diese die Grundstücke erworben haben? Sind erste Genehmigungsbescheide an Herrn Joosten, Herrn Egging oder einer durch sie oder andere juristische Personen vertretenen Gesellschaften ergangen?
2. An die Bauleitplanung stellt das BauGB hohe Anforderungen: „Die Bauleitpläne sollen eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang bringt, und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten.“ (§ 1(5) BauGB)
Unser Eindruck ist, dass die erwarteten Pläne des Investors als Bebauungsplanänderung unverändert und ohne weitere Prüfung und Diskussion durchgewunken werden sollen. Je länger die Pläne auf sich warten lassen, so unsere Befürchtung, desto größer wird der Zeitdruck.

Dazu unsere Fragen:
· Wer erstellt die Baupläne für den Investor?
· Welchen Prüfungen werden die Pläne des Investors noch unterworfen?
· In welcher Form wird die Bebauungsplanänderung, über die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrensschritte hinaus, der Amecker Bevölkerung vorgestellt?
· Stehen die Planer des Investors der Amecker Bevölkerung für Fragen und eine ergebnisoffene Diskussion zur Verfügung?
· Einige der „Referenzobjekte“ des Investors (z.B. Eifeler-Tor) weisen darauf hin, dass die Häuser unmittelbar an private Eigentümer weiterveräußert werden. Wie kann sichergestellt werden, dass die Häuser überhaupt langfristig für eine zentrale Vermietung als Ferienpark zur Verfügung stehen? Gibt es vertragliche Bindungen und wie lange gelten diese? Hat die Stadt überhaupt Einfluss darauf?
3. Stadt, Stadtmarketing und Bürgermeister haben hohe Erwartungen an die Auswirkungen des Parks für die Entwicklung der Stadt Sundern. Es werden erhebliche Impulse für die örtliche Wirtschaft erwartet. Der Presse konnte vor einiger Zeit sogar entnommen werden, dass auch die desolate Haushaltslage der Stadt Sundern vom Ferienpark profitieren könne. Allerdings liegt bislang noch kein Geschäftsmodell des Investors oder des Betreibers vor, welche eine solche Einschätzung erst ermöglichen würde. Wir teilen daher die optimistischen Prognosen nicht und haben dazu folgende Fragen:
· Gibt es ein unabhängiges Gutachten, das die Auswirkungen des Ferienparkes für die lokale und regionale Wirtschaft untersucht hat?
· Wird ein unabhängiges Gutachten, nach Vorliegen der Informationen zum Betreiberkonzept, noch eingeholt?
· Liegt ggf. ein vergleichbares Gutachten beim Investor/Betreiber vor und wird dies der Bevölkerung zugänglich gemacht? Wenn nein: Warum nicht?
· Welche konkreten Untersuchungen und Berechnungen liegen den Einschätzungen der Stadtverwaltung hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Parks zugrunde?
· Welches Gutachten liegt der Einschätzung des gültigen Bebauungsplanes zugrunde, dass nur ein Park mit 220 Gebäuden wirtschaftlich zu betreiben ist?
· Hat die sich die Stadt bei der Planung des Ferienparkes beraten lassen oder wurden Informationen bei Gemeinden eingeholt, in deren Bereich vergleichbare Objekte geplant wurden? Wenn nein: Warum nicht?
· Wer hat die Stadt ggf. beraten?
· In welcher Höhe sind der Verwaltung Kosten für Flächennutzungsplanänderung, Änderung des Bebauungsplans, diverse Gutachten entstanden? Wer trägt diese Kosten? Hat der Investor der Stadt Planungskosten erstattet? Sind ggf. erste Kostenbescheide bzgl. des geplanten Ferienparks verschickt worden? Bitte geben Sie die genauen Forderungen an.
4. Am Ferienpark entsteht neue touristische Infrastruktur, die mit bestehenden Einrichtungen am Sorpesee in Konkurrenz tritt. So dürfte der gerade neu entstehende Nordic-Ferienpark der Sorpesee GmbH durch das zusätzliche Angebot von mehr als 220 Ferienhäusern in unmittelbarer Nähe kaum profitieren. Die Einrichtungen im Haus des Gastes in Langscheid, die ebenfalls kaum wirtschaftlich zu betreiben sein dürften, erhalten durch ein neues Angebot in Amecke ebenfalls Konkurrenz, gleiches gilt für das Hallenbad in Sundern.
· Gibt es ein Gesamtkonzept für die touristische Erschließung und Entwicklung der Sorpetalsperre?
· Wenn Ja: Wo kann das Konzept eingesehen werden? Wie alt ist es, Wer hat es erstellt? Wenn Nein: Warum nicht?
· Sind Auswirkungen der Ferienparkplanung bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Investitionen der Sorpessee GmbH in den Nordic Ferienpark berücksichtigt worden? Wenn ja: Wie? Wenn Nein: Warum nicht?

 

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Dürfen Straßen benannt sein nach Menschen, die Lobeshymnen auf den *Führer* verfasst haben?

By admin um 20:52 am Freitag, März 22, 2013

Gestern tagte der Sunderner Heimatbund mit einem sehr informativen Vortrag von Peter Bürger über die strammen Nationalsozialisten Karl Wagenfeld, Nellius und Maria Kahle, nach denen in Sundern in den 70ger Jahren Straßen benannt wurden. Sie waren exponierte Vertreter des völkischen  Flügels des westfälischen Heimatbundes  in Nationalsozialistischer Zeit und auch darüber hinaus.

Am eindeutigsten sah Peter Bürger die Nationalsozialistische völkische Ideologie bei Maria Kahle vertreten: Sie hat sich  auch nach dem Krieg  nicht von dem völkischen Denken distanziert.

Etwas kontrovers wurde die Diskussion beim Namen Nellius: Klaus Baulmann (ehemaliger Studienrat am Gymnasium und Ehrenvorsitzender des Heimatbundes) vertrat die Auffassung, dass man das Ganze auf sich beruhen lassen solle, jeder habe seine Schuld. Von einem Hachener Bürger wurde eingewandt,  der Komponist Nellius sei  in Hachen sehr beliebt (er hat den Hachener Gesangverein wohl öfter vor Heinrich Lübke dirigiert) und von daher sei wenig verständlich sei, wenn mann die Nelliusstraße nicht mehr nach ihm benenne. Peter Bürger bestätigte, das Nellius ein ganz hervorragender Komponist gewesen sei und sehr einfühlsame Stücke  in sauerländer Mundart geschrieben habe. Aber von Nellius stammen auch viele Lobesoden übelster Art  auf den *Führer*.  Wenn nach jemandem eine Straße benannt werde, so müsse die Person ein Vorbild sein. Und wie kann dies jemand sein, der Führerkult und völkische Ideologie verbreitet hat?

Interessant in dem Zusammenhang ist ein Artikel in Wikipedia über den Schmallenberger Dichterstreit 1957. Damals wurde das Thema diskutiert. Umso unverständlicher ist, warum dann in den 70ger Jahren die Straßennamen nach diesen völkischen Vertreten benannt wurden. (und von wem sie vorgeschlagen wurden).

Hier der Auszug aus Wikipedia. Es könnten sich daraus eventuel auch Vorschkläge für alternative Namen ergeben:

*Der Schmallenberger Dichterstreit war im Jahr 1956 eine Debatte unter Schriftstellern und Literaturwissenschaftlern über die Zukunft und Vergangenheit der Literatur in Westfalen.

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe trafen sich mit finanzieller Hilfe der Stadt Schmallenberg eine Reihe von Autoren, Kritikern und Literaturwissenschaftlern in dieser sauerländischen Gemeinde. Die Initiatoren waren überrascht, dass sich das als harmonisches Literatengespräch gedachte Treffen zum schärfsten Konflikt über die Rolle der regionalen Literatur in Westfalen in den Nachkriegsjahren überhaupt entwickelte. Neben Inhalten war dies auch ein Generationenkonflikt. Auf der einen Seite stand eine ältere Generation von Heimatschriftstellern. Dazu zählten vor allem die sieben noch lebenden Träger des Westfälischen Literaturpreises. Deren konservative, völkische oder einfach traditionalistische Literaturauffassungen hatten sich vor und während des nationalsozialistischen Deutschen Reiches entwickelt. Diese Haltung wurde von einer jüngeren Generation in Frage gestellt. Zu ihnen gehörten Erwin Sylvanus, Friedrich Wilhelm Hymnen, Hans Dieter Schwarze, Paul Schallück und Ernst Meister. Diese suchten nach der Befreiung den Anschluss an die literarische Moderne.

Beide Lager trafen zum ersten Mal bei einer öffentlichen Lesung vor über 2.000 zahlenden Zuhörern in der Schmallenberger Stadthalle aufeinander. Dabei stieß die moderne Lyrik einiger Autoren auf offenes Unverständnis. Die eigentliche Debatte fand im engeren Kreis im Hotel Störmann statt. Dabei stellten die Jüngeren insbesondere den Heimatbegriff in Frage. Anstoß zur Debatte hatte der in Münster lehrende Germanist Clemens Heselhaus gegeben. Danach hätte eine eigenständige westfälische Literatur nie existiert. Das angeblich genuin Westfälische etwa bei Christian Dietrich Grabbe, Ferdinand Freiligrath oder Annette von Droste-Hülshoff sei eine nachträgliche Mystifikation. Kritisiert wurde an der älteren Literaturauffassung auch die Nähe zur Blut-und-Boden-Ideologie. Beim Fortsetzen dieser Art von Literatur und der Betonung von Heimat und Volkstum würde dieser Geist, den man überwunden glaubte, durch die Hintertür wieder salonfähig gemacht.

Über den Konflikt wurde von der Presse berichtet, und in der interessierten Öffentlichkeit etwa in Leserbriefen über Monate diskutiert. Er hat dazu beigetragen, dass sich entgegen der Absicht der Initiatoren die literarische Moderne auch in der westfälischen Provinz durchzusetzen begann. Ein Indiz dafür war, dass nur ein Jahr später der während des Treffens viel gescholtene Ernst Meister zum Entsetzen der Traditionalisten den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis erhielt.*

 

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Amecke 21: Offener Brief an Bürgermeister Lins: Was ist mit den Referenzobjekten des Investors?

By admin um 19:38 am Donnerstag, März 21, 2013

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir möchten Sie nun auf diesem Weg daran erinnern, uns die bei unserem Treffen vom 18.02.2013 zugesagten Informationen zukommen zu lassen.

Natürlich haben wir Verständnis, dass das Protokoll nicht sofort geschrieben werden konnte, aber inzwischen sind 4 Wochen vergangen und bereits am 19.2.13 wurden diverse Informationen aus diesem Gespräch veröffentlicht.

Des Weiteren warten wir noch auf den Namen und die Adresse des mit der Planung beauftragten Architekturbüros.

In Ihrer Email vom 07.03.2013 äußerten Sie, dass Ihres Wissens nach der Ferienpark Eifeler Tor das aktuellste Projekt des Investors sei. Unsere Recherchen ergaben jedoch, dass dort weder die Firma Stepinvest noch die Herren Joosten und/ oder Egging bekannt sind.

Auch die anderen Referenzobjekte sind nicht wirklich aussagekräftig, da bis auf eine Anlage noch keine im Bau bzw. im Betrieb ist. Das einzige ältere Referenzobjekt war zudem in 2009 bereits einmal in Schwierigkeiten, so dass Handwerkerrechnungen nicht beglichen werden konnten. Eine Einbindung von Stepinvest, Joosten und/ oder Egging ist bei keinem Projekt ersichtlich.

Wir möchten wissen, was hier entsteht und uns ein Bild davon verschaffen, wie Sie es sich hoffentlich auch gemacht haben, um zu wissen, mit wem wir es zu tun haben.
Auch aus diesem Grund erarbeiten wir zur Zeit einen Fragenkatalog und machen somit von unserem Bürgerrecht Gebrauch. Dieser wird sowohl an den Rat der Stadt gestellt als auch öffentlich bekannt gemacht.

.

Mit freundlichen Grüßen

BI AMECK21-für einen sanften Tourismus

 

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Hier die Antwort des Bürgermeisters:

 

Sehr geehrte Frau Neiteler,

zunächst bitte ich um Verständnis, aber die Projektarbeit “Regionale 2013″ ist sehr aufwändig und bindet viele Ressourcen, steht aber auch unter zeitlichem Druck aufgrund der Förderungen. Diese Aufgaben wurden zunächst angegangen, ich gehe aber davon aus, dass das Protokoll bis Ende dieser Woche vorliegen wird.

Die Fragen bezüglich der Projekte etc. habe ich an den holl. Partner weiter geleitet mit der Bitte um Klarstellung. Sobald mir die Antwort vorliegt, werde ich mich umgehend wieder melden.

Eine Information noch vorab: Informationen zum aktuellen Projektstand werden die Investoren in der kommenden Sitzung des Umwelt- u. Planungsausschusses am 18.4.2013 geben.

Mit freundlichen Grüßen

D. Lins

 

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Hände weg von unserem Trinkwasser

By admin um 10:47 am Donnerstag, März 21, 2013

„Trinkwasser ist unsere wichtigste Ressource“, erklärt Matthias Schulte- Huermann, Mitglied der Grünen im Betriebsausschuss der Stadt Sundern, zum Weltwassertag am kommenden Freitag, 22. März. „Während weltweit etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, mit qualitativ gutem Wasser versorgt zu sein. Doch durch die Europäische Union droht immer noch eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung durch die Hintertür, durch die letztlich unser Trinkwasser schlechter und deutlich teurer werden könnte. Trinkwasser ist aber Allgemeingut und keine Ware zum Verscherbeln. Es muss gut und für alle bezahlbar sein – gerade für einkommensschwache Haushalte. Wir wollen, dass die Trinkwasserversorgung in den Händen unserer Stadtwerke bleibt. Die Daseinsvorsorge vor Ort kann am besten durch kommunale Unternehmen erfüllt werden. Wir brauchen eine Stärkung unserer Kommunen und keine Schwächung, wie sie die geplante neue EU-Vergaberichtlinie mit sich bringen würde, wenn sie in der vorliegenden Form verabschiedet würde. Sie wäre auch ein herber Schlag für uns in Sundern.“

Aus diesem Grunde hatte der Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Antonius Becker bereits einen Resolutionsantrag gegen die geplante Reform des EU- Vergaberechts an den Bürgermeister gerichtet.

Antonius Becker betont: „Es ist eindrucksvoll, dass bisher fast 1,3 Million Bürgerinnen und Bürger eine europaweite Bürgerinitiative unterstützt haben. Wir wollen, dass der Druck auf die EU weiter wächst und rufen dazu auf, die Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) “Right2water” gegen die EU-Pläne zu unterstützen.“ www.right2water.eu

 

Resolutionsantrag:

Antonius Becker , Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Wengeler Höher, 59846 Sundern
An Bürgermeister Lins
Rathaus
59846 Sundern
Sundern, 11.3.2013
Sehr geehrter Herr Bürgermeister
für die nächste Ratssitzung schlagen wir folgende Resolution zur Verabschiedung vor:
Wasser ist Menschenrecht und keine Handelsware!
Entwurf EU-Richtlinie „Konzessionsvergabe“ nicht auf die Wasserversorgung anwenden!
1. Wasser ist ein Naturgut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.
Der Zugang zu Wasser ist Menschenrecht. Wasser kann deshalb keine übliche Handelsware
sein und darf deshalb auch nicht einem europäischen Handelsregime unterworfen werden.
2. Der Rat der Stadt Sundern unterstützt ausdrücklich die Bestrebungen zahlreicher
Organisationen, von Landtagen und politischen Parteien, dass die Versorgung mit Trinkwasser
und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen nicht den Binnenmarktregelungen
unterworfen werden dürfen.
3. Der Rat stellt fest, dass die Wasserversorgung ein Kernstück der kommunalen Daseinsvorsorge
ist. Diese bewährten Strukturen gilt es im Interesse von Umwelt, Bürgerinnen und
Bürgern und kommunaler Selbstverwaltung zu bewahren.
4. Der Rat der Stadt Sundern lehnt den vorliegenden Entwurf einer Richtlinie über
die Konzessionsvergabe im Hinblick auf den darin enthaltenen Regelungsbereich der
Wasserversorgungsdienste ab.
5. Daher fordert der Rat sowohl die Bundesregierung, die
Europaabgeordneten wie auch die Europäische Kommission auf, sich für einen Gesetzesvorschlag
für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend
der Resolution der Vereinten Nationen einzusetzen und eine funktionierende Wasser- und
Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen zu
fördern.
Mit freundlichen Grüßen
Antonius Becker
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
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Ferienparks im Sauerland: Erfahrungen aus Medebach

By admin um 8:42 am Dienstag, März 19, 2013

Die Bürgerinitiative Amecke 21 ist weiterhin aktiv und recherchiert in Sachen Ferienhausanlagen. Zwischenzeitlich haben sie ein Gespräch mit dem ehemaligen Bürgermeister von Medebach Heinrich Nolte geführt. In Medebach wurde 1995 der erste große Ferienpark im Sauerland errichtet. Der Bericht dazu findet sich hier:

http://www.amecke21.de/ferienpark/533/

 

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