Gedanken zum Thema Energiewende

By Klaus Bergfeld um 12:20 am Mittwoch, Februar 22, 2017

Was nützt uns der Schutz von Heimat und Natur,

wenn die Veränderung des Klimas beides zerstört?

Ja, auch wir wollen unsere Heimat erhalten und schützen!

Aber wir wollen auch auf fossile Energieträger und

Atomenergie verzichten.

Ja, wir wollen sogar den gesamten Lebensraum Erde erhalten…

und nicht nur einen kleinen Teil vor der eigenen Haustür!!!

Auch das ist Teil unserer Heimat:

Die atomare Wiederaufbereitungs-anlage im französischen La Hague verarbeitet Brennelemente aus ganz Europa und entlässt seine radioaktiven Abwässer Jahr für Jahr in den Ärmelkanal!

 

Die gleiche Anlage im englischen Sellafield entsorgt ihre hochgiftigen Abfälle permanent in die irische See und vergiftet Menschen und Tiere!! So werden jährlich Millionen Tonnen radioaktive Abfälle in die Meere entsorgt und gelangen in unsere Nahrungskette.
          

Braunkohleabbau in Garzweiler. Die Braunkohle wird in Kohle-kraftwerken verheizt und trägt in erheblichem Maß zur Veränderung des Klimas bei.  Hier haben viele Menschen ihre Heimat verloren und verlieren sie noch!!

Aber wer will schon auf elektrische Energie verzichten?

Deshalb brauchen wir alternative Formen der Energieerzeugung wie Windkraft und Solarenergie um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Einsparung und effizienter Umgang mit Energie ist auch wichtig, reicht allein aber nicht aus, um unseren gesamten Bedarf zu decken. Bisher werden erst ca. 30% des Bedarfs durch regenerative Energieerzeugung gedeckt!

Der Strom muss dort erzeugt werden wo er gebraucht wird, weil lange Transportwege große Energieverluste bewirken.

Wir brauchen Energiespeicher und eine neue Netztechnologie um der dezentralen Energieerzeugung durch Windkraft und Sonne gerecht zu werden.

Die Planung der Wind- und Solarparks muss die Belange von Mensch und Tier weitgehend berücksichtigen, darf aber nicht durch übertriebene Forderungen ausgebremst werden.

Der Widerstand gegen die Windkraftanlagen wächst!

Aber Widerstand gegen den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, insbesondere der Windkraftanlagen wächst ständig in allen Orten. Was bewegt die Menschen zum Widerstand gegen den Ausbau erneuerbarer Energie?

Naturschutz

Die Errichtung von Windkraftanlagen auf den Höhenzügen des Hochsauerlandes wird als massiver Eingriff in die Natur gesehen. Der Anlagenbau erfordert zunächst Zufahrtswege und Erdbewegungen. Um die Auswirkungen aber in einem verträglichen Rahmen zu halten, planen die Kommunen Windvorrangzonen, die eine sogenannte „Verspargelung“ der Landschaft verhindern soll. Windkraftanlagen dürfen dann nur innerhalb dieser Gebiete errichtet werden. Alle anderen Gebiete und das ist der weitaus größere Anteil bleiben anlagenfrei. Bei der Auswahl dieser Vorrangzonen werden unter anderem auch strenge Naturschutzanforderungen eingehalten um beispielsweise Rückzugsgebiete bedrohter Tierarten zu schützen.

Aber auch der Betrieb der Windkraftanlagen ist aus Sicht der Naturschützer bedenklich. Insbesondere Zugvögel oder Fledermäuse sind durch die Rotoren gefährdet. Es gibt jedoch technische Möglichkeiten diese Gefährdung zu minimieren.

Viel schlimmer würde sich ein Verzicht auf die Nutzung der regenerativen Energieerzeugung auswirken. Es wird den Klimawandel beschleunigen und damit gewaltige Veränderungen in der Natur hervorrufen. Ein zunehmendes Artensterben wird schon seit geraumer Zeit mit Sorge beobachtet. Fremde Arten aus südlichen Ländern wandern ein und verdrängen heimische Arten. Die Wälder werden durch häufigere Stürme und durch längere Trockenperioden stark geschädigt, Kyrill war da nur ein kleiner Vorgeschmack. Den Rest erledigen die Baumschädlinge!

Heimat- und Landschaftsschutz

Nordrheinwestfalen ist ein Industrieland, die unerschlossenen Waldgebiete sind im Vergleich zu anderen Bundesländern gering. Deshalb unterliegen sie einem besonderen Schutz. Dieser Schutz soll auch weitgehend durch eine rücksichtsvolle Planung der Windvorrangzonen erreicht werden. Doch die Menschen die hier wohnen genießen im Vergleich zur weitaus größeren Zahl der Einwohner in NRW ein großes Privileg: Sie wohnen dort wo andere Bürger Urlaub machen. Es ist verständlich, dass sie ihr Landschaftsbild nicht verändert sehen möchten. Es gilt nun aber abzuwägen welche Bürde den Anwohnern zugemutet werden kann um einen vergleichsweise kleinen Anteil der Last aller Bürger „solidarisch“ mitzutragen. Denn wenn wir es schaffen wollen, unsere Energieversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Energieträgern, also atom- und CO2-frei zu gewinnen, werden wir nicht darum herum kommen auch unseren Beitrag zu leisten und eine Veränderung der Landschaft in gewissem Maße hinnehmen müssen. Wird dieses Ziel durch den Widerstand verhindert, muss die Energie weiterhin mittels fossiler Brennstoffe und Kernspaltung erzeugt werden. Dann verlieren Menschen an anderen Orten ihre Heimat in größeren Dimensionen wie beispielsweise beim Braunkohletagebau. Nach Szenarien renommierter Klimaforscher werden die landschaftlichen Veränderungen, die in den kommenden Jahrzehnten durch den Klimawandel in unserer Region hervorgerufen werden gravierend sein.

Angst vor Technik vor der Haustür

Häufig äußern Windkraftgegner auch gesundheitliche Bedenken. So sind mögliche Beeinflussungen durch Schattenwurf oder durch Infra-Schall Grund der Besorgnis. Beim Thema Schattenwurf ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Zunächst müssen bei der Errichtung von Windkraftanlagen Mindestabstände zur Wohnbebauung eingehalten werden. Eine Beeinflussung durch Schattenwurf ist dann nur gegeben wenn mehrere Faktoren wie Jahreszeit, Sonnenstand und Wetter, etc. gleichzeitig zum Tragen kommen. Die Häufigkeit, dass diese Situation ein tritt ist dann in der Regel eher gering. Eine gesundheitliche Beeinflussung durch Infra-Schall ist bisher nicht reproduzierbar belegt. Die Schallemissionen können aber sicher durch technische Vorkehrungen auf eine zumutbare Beeinträchtigung reduziert werden. Grundsätzlich erzeugt jede Industrieanlage bei der schwere Maschinen im Einsatz sind in gewissem Umfang Infra-Schall, der von den in der Nähe lebenden Menschen bisher akzeptiert wurde. Wo Menschen leben und arbeiten wird es immer zu Geräuschentwicklungen kommen, die aber akzeptiert werden, wenn es ihrem Wohlstand dient. Windkraftanlagen erzeugen Strom, den unsere Gesellschaft zum Leben und zur Erhaltung unseres Wohlstandes braucht und auf den niemand verzichten möchte! Die Alternative heißt Energieerzeugung aus Kohle und Atom; die Folgen sind Klimaerwärmung und Vergiftung der Nahrungskette. So wurde bisher zum Beispiel die Emission von Quecksilber durch Kohlekraftwerke völlig unterschätzt.

Unwissenheit über die Folgen der Klimaveränderung

Seit Jahrzehnten warnen Meteorologen und Klimaforscher vor einer industriell verursachten Erwärmung des Klimas. Anfänglich wurden diese Warnungen in Frage gestellt, doch mittlerweile gibt es fundierte wissenschaftliche Belege für eine rasch zunehmende Erwärmung des Erdklimas; verursacht durch die CO2 Emissionen menschlicher Aktivitäten. Nun wurde bekanntgegeben, dass die durchschnittliche Temperatur im Jahr 2016 zum dritten Mal die langjährigen Durchschnittswerte seit Beginn der Aufzeichnungen übertroffen hat. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler oder Politiker weltweit bezweifelt die Klimaveränderung heute noch. Sie ist zurückzuführen auf das Verhalten jedes einzelnen Menschen auf der Welt. Den größten Anteil am Ausstoß der klimaschädlichen Gase haben die großen Industrienationen, darunter auch Deutschland. Je energieintensiver der Lebensstil der Menschen, umso höher der CO2 Ausstoß.

Jeder Mensch muss sich eigenverantwortlich die Fragen stellen:

Was ist mein Anteil an dieser Misere und wie kann ich durch Änderung meines Lebensstils dazu beitragen, der Erwärmung des Klimas entgegenzuwirken.

Leider ist diese Erkenntnis bei vielen Bürgern nur sehr schwach bis gar nicht vorhanden. Entweder aus Unwissenheit, aus Gewohnheit oder gar aus Ignoranz wird die Notwendigkeit das eigene Verhalten zu kontrollieren verdrängt.

Dabei kann jeder Mensch mit vielen kleinen Dingen dem Klimawandel entgegenwirken:

– sinnvoller und sparsamer Umgang mit dem Auto,

– Reisen ohne Flugzeugbenutzung,

– den Fleischkonsum stark reduzieren, und wenn Fleisch, dann aus artgerechter Haltung

– ausschließlich Gemüse der Saison und aus der Region kaufen, am besten aus biologischem Anbau,

und viele Dinge mehr!

Noch hat sich unser Klima in Deutschland nicht deutlich spürbar verändert. Obwohl dem aufmerksamen Beobachter aufgefallen sein dürfte, dass Unwetterkatastrophen mit Starkregen, Jahrhunderthochwasser, milde Winter ohne Schnee und Trockenperioden sich in den letzten Jahren häufen.

Wie wird sich unser Lebensraum in den kommenden Jahrzehnten dadurch verändern?

Viele Tierarten und ihre Lebensgemeinschaften haben sich im Laufe von Jahrtausenden an die klimatischen Verhältnisse angepasst. Einer schnellen Veränderung des Klimas können sie nicht folgen, dafür wandern andere Tierarten, die ursprünglich hier nicht heimisch waren ein und verdrängen oft die vorhandenen Arten.

Wälder geraten durch häufigere Trockenzeiten in Stress und werden anfällig für Schädlinge wie z.B. den Borkenkäfer. Den Waldbesitzern bleibt nichts anderes übrig als die Bäume zu fällen. Schlimmer noch sind Stürme vom Ausmaß Kyrill, die anfallenden Holzmengen lassen den Preis verfallen.  Diese Unwetterkatastrophen werden sich nach Prognosen der Klimaforscher in den nächsten Jahrzehnten häufen. Da verlieren die Waldbesitzer innerhalb einiger Stunden ihren gesamten Bestand und stehen dann vor dem Ruin.

Anhaltender Starkregen führt immer häufiger zum sogenannten Jahrhunderthoch-wasser mit Überschwemmungen und Erdrutschen. In allen Städten, die meistens an Gewässern liegen ist mit Überflutungen zu rechnen. Besonders in deutschen Großstädten wie Köln kann es dadurch zu Katastrophen von nicht mehr beherrschbaren Ausmaßen kommen. Ganz zu schweigen von den volkswirtschaftlichen Verlusten.

Das Abschmelzen der Polkappen und anderer vereister Regionen wie den Gletschern wird zu einem Anstieg der Meeresspiegel führen, die in allen Küstenregionen der Welt große Landgebiete unbewohnbar machen.

Viel schlimmer wird es aber die südlichen Länder treffen, insbesondere den afrikanischen Kontinent. In den Szenarien gehen die Klimaforscher von einer weitgehenden Verwüstung aus, also des vollständigen Verlusts des Lebensraumes. Dürrekatastrophen und Hungersnöte werden die Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Es ist zu befürchten, dass sich in den kommenden Jahrzehnten eine Flüchtlingswelle von unglaublichem Ausmaß Richtung Norden bewegen wird.

Es ist das Ziel fast aller Völker der Erde, diesen Entwicklungen Einhalt zu gebieten. Die Erwärmung der Erdatmosphäre darf im Mittel die 2° Grenze nicht überschreiten, angestrebt wird, ein Ziel von 1,5°. Das Klimaschutzabkommen verpflichtet auch die Bundesrepublik Deutschland zur Einhaltung verbindlicher Klimaziele. Um diese Ziele zu erreichen muss die Energieerzeugung konsequent auf regenerative Energieträger umgewandelt werden. Bisher hat die regenerative Energieerzeugung nur einen Anteil von ca. 30% an der gesamten Energieerzeugung. Um das 100% Ziel zu erreichen müssen erheblich mehr Wind- und Solarkraftwerke errichtet werden. Diese Umwandlung kann aber nur gelingen, wenn auch in gleichem Maß die notwendigen Speicherkapazitäten bereitgestellt und die Stromnetzte angepasst werden. In gleichem Zusammenhang müssen alle Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Natürlich muss der Energieverbrauch aber auch effizienter und sparsamer werden; da ist sehr das eigenverantwortliche Handeln der Verbraucher gefordert. So kann jeder für sich entscheiden ob er für seinen Urlaub eine Flugreise bucht, wieviel Fleisch er verzehrt, welches Auto er fährt, wieviel Müll er verursacht wie er sein Haus beheizt und vieles mehr.

Ein weiterer großer CO2 Emittent ist der Verbrennungsmotor in unseren Autos. Wir brauchen CO2- neutrale Antriebssysteme wie den Elektroantrieb. Dabei muss aber sichergestellt werden, dass der Strom aus regenerativer Energieerzeugung stammt. Wenn sich die Elektromobilität durchsetzt, wird dafür zusätzlich zum allgemeinen Bedarf Strom in erheblichem Maß benötigt. Das wird sich deutlich auf die Zahl der benötigten Wind- und Solarkraftwerke auswirken.

Fazit

Durch den Widerstand gegen Windkraftanlagen schützen die Gegner weder unsere Natur noch unsere Heimat. Denn wenn wir den Bau von Windkraftanlagen verhindern, werden Atom- und Kohlekraftwerke weiter betrieben. und der Lebensraum Erde wird durch die zunehmende Erwärmung der Atmosphäre für Flora und Fauna unbewohnbar.

Die Verweigerungshaltung raubt künftigen Generationen die Lebensgrundlage!!

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Innenstadtentwicklung sieht anders aus !

By Fritz Arendt-Quandt um 18:39 am Donnerstag, Juni 4, 2015

Mit Vollgas in das nächste Pleiteprojekt?

 

Überhasteter Beschluss für Einkaufszentrum in Sundern droht

Kurz vor der Sommerpause und der danach anstehenden Bürgermeisterwahl möchten große Teile der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung noch bindende politische Beschlüsse fassen für ein neues Einkaufszentrum. Dazu gehört der Verkauf des Franz-Josef-Tigges-Platzes und der alten Johannesschule, in der sich jetzt die Volkshochschule befindet. Darüber hinaus gibt es sogar Überlegungen, dass die überschuldete Stadt in Vorleistung tritt, um von der Kaufmannschaft Grundstücke zu erwerben, um einem Investor ein komplettes Gelände anzubieten. So wird hier Wirtschaftsförderung verstanden. Und das, obwohl die Aufarbeitung der missglückten Projekte der vergangenen Jahre – Insolvenz der Sundern Projekt GmbH und der Gastwelten, wie auch die fragwürdige Subventionierung des immer noch nicht gebauten Ferienparks in Amecke – noch nicht abgeschlossen ist.

Dabei steht Sundern im Vergleich mit anderen Städten in punkto Immobilien-Leerstand noch ganz gut da. Der Kardinalfehler für das Einkaufen im Zentrum war der Bau des Marktkaufs auf der grünen Wiese. Das lässt sich heute nicht mehr zurückdrehen. Jetzt muss versucht werden, die Innenstadt den aktuellen Gegebenheiten gemäß weiterzuentwickeln.

Sicher, es gibt den Kaufschwund. Der hat allerdings vor allem Ursachen, die Sundern nicht beeinflussen kann. Da wäre zuerst der wachsende Internethandel zu nennen, aber auch der Umstand, dass Sundern nicht an einer großen Durchgangsstraße liegt.

Die Flucht nach Vorn mit öffentlichen Opfergaben – dem Tigges-Platz, der alten Johannesschule, neuen Schulden für die Stadt – birgt ein großes Risiko. Dass die ITG mit dem Einkaufszentrum Geld verdienen will, ist nun einmal das Ziel eines Investors. Die Einzelhändler in Sundern werden sich die Miete dort nicht leisten können. So sind es die großen Ketten, die dort eventuell Filialen einrichten werden, beispielsweise Rossmann. Dadurch aber würde neuer Leerstand in der Fußgängerzone produziert. Das kann nicht im Interesse der Kaufmannschaft sein.

 Wie sieht die Alternative aus?

Statt also dieses neue unabsehbare Risiko einzugehen, plädiert der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Antonius Becker dafür, erst einmal auf das Vorhandene zu schauen. Ein qualitativ hochwertiges Lebensmittelangebot muss in die Innenstadt – ohne neues Einkaufszentrum. Besserer Anschluss des Bremkes-Centers für Fußgänger und attraktivere Gestaltung der Immobilie.

Die wichtigste Aufgabe für die Innenstadt liegt darin, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Das bestehende Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft: Die Bäche Röhr und Linnepe erlebbar machen, für alle Generationen mehr Begegnungsorte im öffentlichen Raum schaffen, mehr und schönere Grünanlagen in die Stadt. Die Fußgängerzone in der jetzigen Form weiterentwickeln, indem planerische Schwerpunkte festgelegt werden, für Wohnen, Einkaufen und Gastronomie.

Ziel muss es sein, sauber Schritt für Schritt vorzugehen und die Verbesserung der Lebensqualität aller Bürger anzustreben. Riskante Projekte, gerechtfertigt mit dem Etikett Wirtschaftsförderung, kann sich Sundern nicht mehr leisten! Es ist Zeit für eine Stadt einzutreten, in der die Menschen sich wohlfühlen, in der sie gerne leben und einkaufen.

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Der Grüne OV Sundern hat neue Sprecher

By Fritz Arendt-Quandt um 18:03 am Donnerstag, Juni 4, 2015

Neue Vorstandssprecher Grüne Sundern(1)

Grüne Sundern mit neuem Vorstand

 

Am vergangenen Wochenende (16.05.2015) wurde auf der Mitgliederversammlung der Grünen Sundern ein neuer Vorstand gewählt. Die neuen Sprecher des Ortsverbandes sind Klaus Bergfeld und Lena Brandes. Als Kassierer bestätigt wurde Andreas Lux, neue Schriftführerin ist Beatrix Clement, Beisitzer sind Antonius Becker, Irmgard Haarmann-Schütz und Guido Simon.

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Kommunalwahl 2014 – Dafür setzen wir uns ein….

By admin um 18:37 am Sonntag, Mai 11, 2014

Wirtschaft und Tourismus

Die städtische Wirtschaftsförderung soll neu ausgerichtet werden, indem sie dem Allgemeinwohl und der Nachhaltigkeit verpflichtet wird, nicht dem Profit einiger weniger.

Selbstmachen zahlt sich letztendlich aus – Bereiche wie Stadtwald, Energieerzeugung, Straßenbeleuchtung und genossenschaftlicher Wohnungsbau müssen wieder stärker von der kommunalen Selbstverwaltung übernommen werden.

Mit der intelligenten Wiederverwertung von alten Gewerbe – und Wohnbauflächen wollen wir den Flächenfraß reduzieren.

Touristische Großprojekte lehnen wir ab, da hier Nachhaltigkeit und ökologische Belange zu kurz kommen.

Wir wollen, dass Wirtschaft wie Tourismus die regionale Wertschöpfung stärken, indem wir möglichst auf den heimischen Mittelstand setzen. Je öfter ein Euro in unserer Region den Besitzer wechselt, desto mehr Wertschöpfung kommt für diese dabei heraus.

 Stadtentwicklung

Die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben muss allen möglich sein, daher setzen wir Grünen uns für eine barrierefreie Innenstadt ein. Wir befördern den Erhalt und den Zugang von bezahlbarem Wohnraum in der Stadt für Junge und Alte.

Dazu soll der vorhandene Wohnraum senioren- bzw. generationengerecht genutzt werden. Ein lebendiges, interkulturelles Miteinander im Stadtzentrum ist Ziel künftiger Stadtplanung

 Röhrtalbahn und Radverkehr

Röhrtalbahn: Wir setzen uns für die Wiederbelebung des Personenverkehrs
auf der Röhrtalbahn ein, da dies weniger PKW-Verkehr im Röhrtal
bedeutet, zu einer besseren Verknüpfung der Buslinien im Stadtgebiet
Sundern führt, neue Gäste nach Sundern und zum Sorpesee bringt, und
zusätzlich die sinnvolle städtebauliche Entwicklung des Bahnhofsareals
in Sundern ermöglichen würde.

Radverkehr: Wir Sunderner Grünen  haben einen Radverkehrsbeauftragten in
der Stadtverwaltung durchgesetzt. Diese Funktion muss zukünftig mit
Leben gefüllt werden. Sundern benötigt ein Radverkehrskonzept, welches
nach und nach die wichtigsten Ortsteile miteinander verknüpft und die
Interessen der Radfahrer auch berücksichtigt. Dazu gehören die Belange
von Familien, von Freizeitradlern und Radsportlern ebenso wie die von
Berufspendlern. Die Radverkehrsplanung in Sundern benötigt endlich einen
roten Faden und darf nicht länger Stückwerk bleiben. Dafür setzen wir
uns ein.

Naturschutz

Dem Schutz der Vielfalt der Natur, des Reichtums der Arten und einer intakten Umwelt fühlen wir uns verpflichtet.

Uns Grünen in Sundern sind der Naturschutz und die Erhaltung unseres Lebensraumes sehr wichtig.

Naturschutz, nachhaltiger Tourismus und ökologische Landwirtschaft sind für uns unverzichtbare Teile unserer Naturschutzkonzeption.

Wir Grünen wollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen schützen und die biologische Vielfalt erhalten. Die Bewirtschaftung der Wälder der Stadt Sundern soll kahlschlagsfrei und naturnah erfolgen.

Öffentliche Grünflächen in Sundern sollen naturnah gestaltet und gepflegt werden.

Das ökologische Bauen ist in allen Bereichen (schadstofffreie, natürliche Baustoffe, Regenwassernutzung, Energiesparen) zu fördern und der Flächenverbrauch und die damit einhergehende Versiegelung zu minimieren.

 Unabhängigkeit mit erneuerbaren Energien

Wir Grünen in Sundern setzen uns dafür ein, dass der Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien Vorrang hat, um sich nicht weiter in die  Abhängigkeit von anderen Ländern und deren Rohstoffpolitik zu begeben. Jüngste Ereignisse zeigen wiederholt die Notwendigkeit, sich von einer Energieversorgung zu trennen, die auf endlichen Quellen sowie unkalkulierbaren Risiken aufgebaut ist. Unser GRÜNES Ziel ist der vollständige Umbau unserer Energieerzeugung auf 100 Prozent erneuerbare Energien. Dies wird nur gelingen, wenn wir mindestens die Hälfte unseres derzeitigen Energieverbrauches einsparen. Für Sundern bedeutet das u.a. ein Ausbau und die Ausweisung von Windenergiestandorten unter Abwägung aller Belange und Einbeziehung vieler Köpfe und somit größtmöglichem Konsens. Bürgerwindparks bieten hier eine gute Grundlage.

 Kultur und Bildung

Sundern braucht eine zukunftsfähige Schullandschaft.  Sinkende Schülerzahlen durch den demografischen Wandel und neue Herausforderungen wie die Inklusion  sollten wir als Chance begreifen, unsere Schullandschaft weiterzuentwickeln. Wir setzen uns für ein längeres gemeinsames Lernen ein. Daher  möchten wir  das Projekt „Sekundarschule“ auch endlich für Sundern ins Gespräch bringen und mit Eltern gemeinsam beratschlagen, welche Anforderungen sie an eine Schule der Zukunft stellen.

Wir müssen dafür sorgen, dass es den jungen Menschen in unserer Stadt gut geht, dass sie gerne in Sundern bleiben und sich hier für ihre Stadt engagieren. Viele Ortschaften haben bereits  Treffpunkte für Jugendliche und Strukturen der Jugendarbeit geschaffen,  die gut angenommen werden. Aber das ist noch längst nicht auf allen Dörfern der Fall und auch in Kernsundern werden die vorhandenen Angebote nur von einem Bruchteil der Jugendlichen genutzt. Wir brauchen eine  Jugendpolitik, die genau hinhört, welche Bedürfnisse und Erwartungen junge Menschen heute haben. Die Bonhoeffer-Schule böte hier sicherlich auch Möglichkeiten, der Jugend mehr Raum in Sundern  zu geben. Für diejenigen, die aufgrund individueller und/oder sozialer Problemlagen schwer zu erreichen sind, müssen wir die Angebote mobiler Jugendarbeit ausweiten.

 

 

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Mitgliederversammlung am 17.4.2014!

By admin um 23:51 am Mittwoch, April 9, 2014

Parteilogo-NEU

Anke Rose, Wilhelm-Hauff-Str. 15, 59846 Sundern,

Tel. 02933/921920, Anke-Rose@web.de

 Ortsverband Sundern (Sauerland)

                                                                                                                                             8.4.2014

  Einladung zur Mitgliederversammlung am 17.4.2014 um 19:30 Uhr

im  „Tagwerk“ (ehemals Kolpinghaus).

Liebe Parteifreundinnen und –freunde!

 Für die anstehenden Kommunalwahlen am 25.5.2014  gibt es noch einiges an Vorbereitungen  und Absprachen zu treffen, sodass wir euch kurzfristig noch einmal zu einer MV einladen möchten. Einige wichtige Entscheidungen bezüglich der Plakate und Wahlkampfmaterialien sind bereits gefallen, aber vor allem das Wahlprogramm bedarf noch einer breiten Zustimmung durch die MV.

 

In diesem Sinne seid also herzlich eingeladen zu unserer Mitgliederversammlung am 8.4.2014 um 19:30 Uhr im „Tagwerk“!

 

Folgende Tagesordnungspunkte stehen an:

  1. Begrüßung/ Formalia
  2. Wahlprogramm
  3. Planung von Plakataktionen
  4. Delegieren von Entscheidungen an die Wahlkampfgruppe
  5. Spende für Nellius-Initiative
  6. Verschiedenes

 Mit herzlichen grünen Grüßen, im Namen des Vorstands                                             

                                                                                                                                                     Anke und Tony

 PS: Natürlich sind auch Freunde und Sympathisanten herzlich eingeladen.

 

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Klartext für Sunderns Bürger – Teil II

By admin um 23:46 am Montag, März 3, 2014

 

       

Fraktion im Rat der Stadt Sundern

 

Sundern, den 3.3.2014

                                                Klartext für Sunderns Bürger – Teil II

 Nun ist es zwei Wochen her, dass die CDU im Alleingang das „Gesamtpaket“ von Bürgermeister Lins und den Holländern durchgewunken hat. Möglicherweise sind die Verträge schon notariell geschlossen worden. Gleichsam in Windeseile – um keinesfalls den Weiterbau des Regionale-Projektes zu gefährden. Das hatte immer höchste Priorität und setzte alle Verantwortlichen unter Zugzwang. Alternativen in Bezug auf die Planung und Ausführung des Regionale-Projektes wirklich zu prüfen, hat nicht stattgefunden.

Stattdessen: Augen zu und durch! Umsetzung der Planung um jeden Preis. Überraschungen kamen von holländischer Seite: Der Verzicht auf das Freibadgelände und die Appartementhäuser zum Dauerwohnen sowie Streichung des öffentlichen Schwimmens. Für Letzteres muss man sich vor Augen halten: Es gibt keine vertragliche Vereinbarung der Stadt mit den Holländern, die verpflichtend wäre. Der vielzitierte Grundlagenvertrag ist eine reine Absichtserklärung.

Das heißt auch: Alle Erwartungen und Versprechungen der letzten 5 Jahre in Bezug auf öffentliches Schwimmen waren reine Luftnummern – eine Spielwiese für Planungsbüros.

Das heißt auch: Es gibt keinen Ersatz für das Freibad in Amecke. Die Hoffnung stirbt bekanntlich als Letzte.

Dass das Freibadgelände nicht Bestandteil des „Gesamtpaketes“ ist, empfindet eine Mehrheit von Sunderns Bürgern als eine gute Nachricht. Die Bürgerversammlung in Amecke und das Echo in den Medien haben deutlich gemacht: Bekommen die Holländer das Freibadgelände zu dem lächerlichen Preis von 7,50€/ m², gehen hier die Bürger auf die Barrikaden. Das hat die Holländer zum Einlenken bewegt. Und ich bin mir sicher: Wäre von Seiten der Stadt offensiver verhandelt worden, wären die Holländer zu mehr Entgegenkommen bereit gewesen.  Nicht das Verhandlungsgeschick des Bürgermeisters, die Bürger haben das Verramschen von Tafelsilber verhindert, und das verdient Respekt!

Jetzt bietet sich für die Stadt die Option, auf den eigenen Flächen des ehemaligen Freibades und der Wiese – immerhin 34.000qm² in bester Lage am See – etwas Eigenes zu entwickeln.

Hier könnten genossenschaftlich organisierte, generationsübergreifende Wohnanlagen entstehen, sodass sich Bürger mit kleinem und mittlerem Einkommen den Traum vom Wohnen am See auch leisten können. So würden wir gewährleisten, dass die Amecker endlich das bekommen, was sie eigentlich die ganze Zeit nur wollen: Dörfliche Infrastruktur in Form von Geschäften, vielleicht reicht´s auch für eine Arztpraxis und eine Apotheke. Was für eine spannende Aufgabe für Politik und Verwaltung!

Eine solche Kreativität, solche Visionen helfen wirklich gegen den demographischen Wandel,  nicht ein Ferienpark, wo die Gewinne abfließen und die Kosten von der Allgemeinheit gezahlt werden müssen.

Auch sollte ein Teil der Fläche gewinnbringend vermarktet werden, wir müssen dringend an die Sanierung des städtischen Haushaltes denken.

Und da sind wir wieder bei dem Preis, den die Stadtkasse nach Willen der CDU-Mehrheitsfraktion für den ungestörten Weiterbau des Regionale-Projektes zahlen muss. Eingerechnet in diesen Preis ist die Rückzahlung des Kredits der insolventen Sundern Projekt GmbH, für die es keine Rechtsgrundlage gibt. Also: Die Stadt ist nicht verpflichtet, diese 200 000€ an die Holländer zurückzuzahlen. Des Weiteren gibt es deutlich höhere Zahlungen für Grundstücke der Holländer, als diese vor  gerade mal 2 Jahren gezahlt haben.

Auch die versteckte Subvention der Stadt an die Holländer bei dem überteuerten Kauf des Parkplatzes „Kleiner“ ist äußerst fragwürdig.

Zusammengerechnet handelt es sich um einen mittleren sechsstelligen Betrag, um den die Stadtkasse unnötigerweise erleichtert wird.

All diese Transaktionen sind höchst undurchsichtig. Sie werden weiter bearbeitet und demnächst in „Klartext für Sunderns Bürger – Teil III“, dargestellt werden.

 Bis dahin mit freundlichem Gruß

 Antonius Becker  (Fraktionssprecher von Bündnis 90/ Die Grünen)

 

 

 

 

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Anfrage Hauptauschuss

By admin um 18:54 am Sonntag, März 2, 2014

 

 

       

Fraktion im Rat der Stadt Sundern

 

Sundern, den 2.3.2014

 Betrifft: Anfrage für die  Sitzung des nächsten Hauptausschusses

              – öffentlicher Teil

 Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

setzen Sie bitte folgende Anfrage von der Fraktion Bündnis 90/die Grünen auf die Tagesordnung des nächsten Hauptausschusses im öffentlichen Teil:

In 2011 wurde ein Kaufvertrag zwischen Margarete Kleiner und der Sorpesee Resort GmbH bezüglich des Parkplatzes Kleiner geschlossen. Frau Kleiner war dann wohl mit dem vereinbarten Kaufpreis (auf Grund der neuen Nutzung als Freizeitzentrum) nicht mehr einverstanden.

Nach meiner Information hat dann die Stadt die erhöhte Kaufpreiszahlung gegenüber Frau Kleiner sichergestellt.

Die Refinanzierung für die Stadt sollte später über die 1 Euroabgabe erfolgen.

Falls dieser Sachverhalt so richtig ist, habe ich dazu folgende Fragen:

1 . Auf welchen demokratischen Beschluss des Hauptausschusses bzw. des Rates stützt sich diese Bürgschaft der Stadt?  Falls es den nicht gibt: Auf welcher Rechtgrundlage wurde die schriftliche Zusage erteilt?

 2. Wenn doch erst ein Gremium gebildet werden sollte, welches über die Verwendung der 1 Euroabgabe zu entscheiden hatte, wer hat hier im Vorfeld mit welcher Legitimation entschieden, dass die Fremdenverkehrsabgabe zur Refinanzierung von Grundstückskäufen der Holländer dienen soll?

 3. Das ganze System der 1 Euroabgabe gilt aus heutiger Sicht nicht mehr. Wie soll die Refinanzierung der städtischen Garantie jetzt erfolgen?

 Für eine sachliche Beantwortung im öffentlichen Teil der kommenden Ausschusssitzung (bewusst habe ich keine Zahlen genannt und erwarte diese auch nicht von Ihnen) bedanke ich mich im Voraus.

 Mit freundlichen Grüßen

 Antonius Becker (Fraktionsvorsitzender)

 

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Mitgliederversammlung

By admin um 13:22 am Freitag, Februar 28, 2014

 

Anke Rose, Wilhelm-Hauff-Str. 15, 59846 Sundern

Tel. 02933/921920, Anke-Rose@web.de  

                                                          Ortsverband Sundern (Sauerland), 28.2.2014

 

Einladung zur Mitgliederversammlung am 13.3.2014

 

Liebe Parteifreundinnen und –freunde, Sympathisanten und Unterstützer!

 Der 25.5. rückt immer näher und damit auch die Zeit des Wahlkampfes. Einige Themenschwerpunkte wurden bereits auf der letzten MV besprochen. Diese gilt es nun zu vertiefen und konkrete Aktivitäten zu planen. Es gibt viel zu tun!

 

Daher lade ich euch herzlich zu unserer nächsten

 Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 13.3.2014,

 um 19:30 Uhr

 in die Gaststätte „Tagwerk“ (ehemals Kolpinghaus/ Anfang

 Fußgängerzone) ein!

 Folgende Tagesordnungspunkte stehen an:

Begrüßung

  1. Kommunalwahlen 2014 – Wahlkampfaktivitäten
  2. Europawahlen
  3. Bürgerentscheid Nelliusstraße
  4. Verschiedenes  Mit grünen Grüßen im Namen des Vorstands                                             Anke  und Tony

     

     

    PS: Am 8.3.2014 um 10 Uhr treffen sich alle Interessierten am Parkplatz Birkenbrauck zwischen Meinkenbracht und Obersalwey mit der  „Interessengruppe Windpark Homert“, die uns dort vor Ort ihr Projekt vorstellen möchte.

    Der Termin verknüpft die Themen Artenschutz und Energiewende und soll zur Meinungsbildung für die kommenden Entscheidungen in Sachen Windkraft in Sundern beitragen.

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5 gute Gründe für eine Umbenennung der Nelliusstraße

By admin um 1:33 am Freitag, Februar 28, 2014

Als antragstellende Fraktion im Rat der Stadt Sundern sind wir nach wie vor, oder besser gesagt  mehr denn je, davon überzeugt, dass eine Umbenennung der Nelliusstraße in Sundern zwingend erforderlich ist!

  1. Nellius war nicht nur ein Mitläufer der Nationalsozialisten, sondern ein ideologischer Verfechter nationalsozialistischen Gedankengutes, d.h. er hat aktiv dazu beigetragen, dass Führerkult und  antisemitische Einstellungen  über den Kanal kultureller Werke verbreitet wurden. Zu behaupten, er habe doch „nur Musik machen wollen“, ist eine scheinheilige Verharmlosung. Eher stellt es sich doch so dar, dass er unter allen Umständen Karriere machen wollte, ohne Rücksicht auf Verluste.
  2. Nellius selbst hat sich öffentlich antisemitisch geäußert und gegen jüdische Musiker Hetzkampagnen betrieben. Auch wenn er keinen Juden eigenhändig umgebracht hat, reicht seine Mitschuld am Tod von 6 Millionen Juden aus, ihn einer öffentlichen Ehrung nicht für würdig zu halten.
  3. Dass man sich in den siebziger Jahren für die Benennung einer Straße nach Nellius entschieden hat, ist aus heutiger Sicht bedauerlich, aber historische Forschung ist ein fortwährender Prozess, der oftmals auf Zufälligkeiten, wie z.B. Aktenfunden, basiert. Das kann niemand voraussehen. Und vielleicht gab es auch Gründe, warum man zu jener Zeit in puncto nationalsozialistischer Vergangenheit nicht weiter forschen, sondern lieber seine Ruhe haben wollte…
  4. Unsere Demokratie ist ein unglaublich hohes Gut. Seien wir dankbar dafür und erweisen ihr den nötigen Respekt, indem wir Zeichen setzen gegen antidemokratische und menschenverachtende Tendenzen. Zeigen wir jenen, die auch heute noch/ wieder Menschen mit anderer Hautfarbe oder Religion verächtlich gegenüberstehen, dass wir das nicht wollen. Lasst uns diesbezüglich Vorbilder ehren!
  5. Wir tun gut daran, all jenen entgegenzutreten, die meinen, es sei doch auch mal gut mit dem ständigen Herumreiten auf unserer historischen Schuld und die von all dem nichts mehr hören wollen. Nur aus der kollektiven Erinnerung daran, was einmal menschenmöglich war, was auch in unserer Stadt stattgefunden hat, können wir verhindern, dass faschistische Ideen noch einmal Raum gewinnen.  Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen bedeutet ja nicht, dass man sich persönlich schuldig fühlen muss. Gebt jungen Menschen eine Wertorientierung, die auf historischer Erfahrung fußt.

Keine Nelliusstraße in Sundern mehr!

 

                                                                                                  Anke Rose

 

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Einladung der CDU z.K.

By admin um 17:37 am Freitag, Februar 7, 2014

ausnahmsweise und nur aus ganz besonderem Anlass hier ein Schreiben der CDU:

Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,
 
der Rat der Stadt Sundern hat gestern ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt gegen die Verharmlosung von Rassismus. Mit einer überwältigenden Mehrheit der Stimmen der Ratsmitglieder wurde das Bürgerbegehren gegen die Umbenennung der Nelliusstraße abgelehnt. 
 
Wir möchten an dieser Stelle ganz ausdrücklich den Initiatoren des Antrages zur Umbenennung der Straße, nämlich der Fraktion Bündnis ’90/ Die Grünen, danken, diese Debatte in Sundern angestoßen zu haben. Und unser persönlicher Dank richtet sich an die Historiker Peter Bürger, Michael Gosmann und Werner Neuhaus, die in den vergangenen Wochen wissenschaftlich in unzähligen Stunden Arbeit und persönlichen Einsatzes belegen konnten, dass Georg Nellius ganz eindeutig ein „kulturpolitischer Steigbügelhalter des Nationalsozialismus“ war. 
 
In Sundern – da waren sich gestern 37 von 39 Ratsmitgliedern über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg einig, dürfen keine Täter mit Straßennamen geehrt werden. Wir beschädigen damit nicht nur das Andenken an die Opfer, wie beispielsweise die Familie Klein, sondern wir beschädigen damit auch das Ansehen unserer Heimat.
 
Wir möchten dies verhindern! Wir wollen zeigen, dass Sundern keine Nazistraßen will. Wir wollen zeigen, dass es nur die Opfer sind, die wir mit Straßenamen ehren dürfen und nicht die Täter! Wir wollen ein Zeichen setzen für Demokratie und gegen Rassismus!
 
Und deshalb greifen wir heute den Vorschlag von Peter Bürger auf: Wir rufen auf zur Gründung einer Bürgerinitiative „Keine Nazistraßen, keine Verharmlosung von Rassismus“, um den anstehenden Bürgerentscheid ganz eindeutig zu beantworten und die Nelliusstraße umzubenennen!
 
Zur konstituierenden Sitzung der Bürgerinitiative laden wir ein für
 
Mittwoch, den 12. Februar 2014, um 20:00 Uhr
ins Tagwerk (Kolpinghaus), Hauptstr. 105, 59846 Sundern.
 
Wir würden uns sehr freuen, wenn alle, die unser Anliegen unterstützen, ganz gleich welcher Partei oder Fraktion sie angehören, an dieser konstituierenden Sitzung teilnehmen würden und damit ein Zeichen für unsere gemeinsame Heimatstadt Sundern setzen!
 
Bitte leiten Sie diese E-Mail auch an alle weiter, die unser Anliegen unterstützen wollen. 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Stefan Lange
Eichendorffstr. 4
59846 Sundern
 
Sebastian Booke
Berliner Str. 22
59846 Sundern

 

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