Röhrtalbahn als Rückgrat für einen modernen Öffentlichen Nahverkehr jetzt ausbauen!

Standort entwickeln – Mobilität verbessern – Röhrtalbahn als Rückgrat für einen modernen Öffentlichen Nahverkehr jetzt ausbauen!

Die Sunderner Grünen setzen sich bereits seit langem für den Ausbau der Röhrtalbahn als Rückgrat für einen modernen Nahverkehr ein. Im engen Röhrtal müssen nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes Alternativen zum Straßenverkehr her. Sobald auch nur eine kleine Baustelle – wie zuletzt am Hachener Kreisverkehr – eingerichtet werden muss, bricht das System Straße im Röhrtal zusammen – und mit ihm das Bussystem mit den entsprechenden Konsequenzen für die Zug-Bus-Anbindung in Neheim-Hüsten.
Pendler in Richtung Ruhrgebiet müssen sich inzwischen Sorgen machen, ob sie in Zukunft überhaupt noch mit dem PKW in das Ballungszentrum einfahren dürfen – in seiner neuesten Veröffentlichung vom 17.06.2019 weist das Umweltbundesamt (UBA) für Dortmund eine Verschlechterung der Luftqualität nach und fordert schärfere Maßnahmen!
Zusätzlich steht der Ausbau des Autobahnkreuzes Dortmund/Unna an, der in den nächsten zehn Jahren für weiteren Stillstand auf der Straße sorgen wird.
Das sorgt auch dafür, dass das Röhrtal für einpendelnde Fachkräfte zunehmend unattraktiv wird.
Mit der Bahn hingegen ist man nach 10 Haltestellen in Dortmund oder Hagen!

Mittel für die Röhrtalbahn sind nun bewilligt

Uns war immer bewusst, dass ein Infrastrukturprojekt wie die Röhrtalbahn nicht von heute auf morgen zu machen ist. Wir freuen uns daher besonders, dass Anfang April 2019 der zuständige Aufgabenträger Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) die Haushaltsmittel in seiner Verbandsversammlung bereitgestellt hat, so dass nun konkrete Investitionsmittel an die RLG vergeben werden können.


Wirtschafts- und Infrastrukturpolitische Inkompetenz der CDU wird deutlich

Die RLG gehört im Wesentlichen dem HSK und Kreis Soest. Es sollte daher eigentlich ein massives Interesse darin bestehen, die RLG zu stärken, denn sie muss große Teile des Busangebotes im Kreisgebiet sicherstellen.
Mit der Aufnahme des Personenverkehrs auf der Röhrtalbahn erhält die kommunale RLG eine Millioneninvestition in ihre eigene Infrastruktur, denn die notwendigen Ausbaumaßnahmen inklusive notwendiger Bahnsteige wird vom NWL aus den Regionalisierungsmitteln bezahlt! (Einen Radweg müssten hingegen der Kreis oder die Kommunen selbst bezahlen!)
Und noch besser: Der komplette Personenzugverkehr wird ebenfalls vom NWL finanziert, belastet also weder den Kreis, noch die Städte Arnsberg und Sundern. (Den Busverkehr hingegen muss der Kreis sicherstellen, wozu er jedes Jahr aufs Neue das Defizit der RLG mit tragen muss!)
Und noch viel besser: Die RLG als Streckeneigentümer erhält für jeden auf der Röhrtalbahn gefahrenen Kilometer ein Trassenentgeld (vergleichbar mit der LKW-Maut auf der Straße), von dem die Strecke unterhalten wird: Bei realistischen 5 Euro pro Kilometer kommt da eine hübsche Summe in die RLG-Kasse zusammen. Dadurch entstehen dann auch neue Perspektiven für den Busverkehr.
Wenn die CDU nun beschließt, all´ diese Geschenke nicht anzunehmen, ist das eine Bankrotterklärung ihrer angeblichen Wirtschaftskompetenz sowie ihrer Verkehrspolitik.
Doch es kommt noch schlimmer:
Faktisch betreibt die CDU die Enteignung der RLG, denn: Sollte der Kreistag auf betreiben des
Fraktionsvorsitzenden Ludwig Schulte aus Sundern (der übrigens sowohl im Kreistag, als auch im
Regionalrat die Röhrtalbahnreaktivierung vor einigen Jahren mit beschlossen hat!) nun die RLG zur
Stillegung ihrer eigenen Bahntrasse, und somit zur Aufgabe ihres Geschäftsmodells, zwingen, stellt
sich nicht nur die Regressfrage für die entgangenen Einnahmen des kreiseigenen Unternehmens;
hinzu kommt folgender Sachverhalt, den die CDU bislang völlig ignoriert:
Rechtlich MUSS die Röhrtalbahn von der RLG anderen Eisenbahnunternehmen zur Übernahme
angeboten – sprich: deutschlandweit ausgeschrieben – werden!
Da die RLG derzeit mit der Röhrtalbahn nach unserem Wissen einen 6-stelligen (!) Eurobetrag
erwirtschaftet, würde sich kein anderes Bahnunternehmen die Gelegenheit entgehen lassen, diese
Strecke zu übernehmen – und mit ihr die zentralen Grundstücke in Sundern und Hachen.
Ein Risiko besteht für andere Betreiber nicht, da die Strecke ja lediglich später reaktiviert wird!
Neben der Schwächung der RLG wird also auch noch die Konkurrenz gefördert!
Städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten, wie z. B. ein Busbahnhof in Sundern mit der
Verknüpfung der Buslinien im Stadtgebiet, sind dann auf Gedeih und Verderb an den neuen
Eigentümer gekoppelt!
Im jüngst im Kreistag verabschiedeten Bus-Nahverkehrsplan des HSK ist übrigens ein Prüfauftrag
für die Buslinie R21 von Sundern über den Ochsenkopf enthalten, die demnächst über die
Hellefelder Höhe geführt werden könnte. Aufgrund der zu erwartenden Fahrzeitverlängerung kann,
sollte dies so kommen, von einem attraktiveren Ausbau des Busverkehrs für Sundern wahrlich nicht
gesprochen werden – da ist die Eckverbindung mit der RTB über Neheim-Hüsten in Richtung
Meschede auch diesbezüglich eine wichtige Infrastrukturmaßnahme!

Ein Wort zum Thema Radwege

Im Röhrtal existiert ein durchgehender Radwanderweg. Im Rahmen des Arbeitskreises Radverkehr
wurde bekannt, dass es hier bald eine erhebliche qualitative Aufwertung geben soll, indem die
Oberfläche durchgehend von Sundern bis Hachen verbessert wird und auch das Gewerbegebiet zum
Dümpel angeschlossen werden soll.
Darüber hinaus gibt es zusätzlich straßenbegleitend einen Radweg von Hüsten nach Müschede,
sowie vom Lindhövel durch Stemel bis zum Ortseingang Sundern, die in einzelnen Bereichen noch
zu optimieren sind. Darum hat sich der AK Rad in Sundern unter seit Herbst 2017 durch mehrere
Ortsbesichtigungen gekümmert und Möglichkeiten aufgezeigt, das bestehende Angebot weiter zu
verbessern.
Da also teilweise bereits heute mehrere Möglichkeiten bestehen, das Röhrtal mit dem Rad zu
befahren, macht es keinen Sinn, dass Kreis und Stadt mehrere Millionen Euro für einen
Bahntrassenradweg ausgeben sollten! – Bemerkenswert ist, dass die CDU zu diesen Kosten nichts
sagt!

Hier geht es zur Presseerklärung als PDF-Datei.

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