Schule und Bildung – Kinder und Eltern zuerst!?

Vernetzte Bildungslandschaft auf dem Sunderner Bildungshügel?

Was sind die Herausforderungen an eine Bildungslandschaft in Sundern, die Kinder und Jugendliche begeistern kann, sich fit zu machen für das Leben im 21. Jahrhundert? Mit Blick auf diese zukunftsorientierte bildungspolitische Fragestellung berichtete Verena Verspohl, Bildungsexpertin im Landesvorstand der Grünen NRW und stellvertretende Schulleiterin am Laurentianum in Arnsberg.

Nicht nur die technische Ausstattung zählt – auch das Wissen um die Nutzung!

Eine Antwort darauf ist völlig klar: Es geht nicht darum, Themenwissen auswendig zu lernen, sondern im Kontext mit Interesse an den Themen alleine und in Gruppen zu arbeiten. Dabei spielen digitale Arbeitsformate nicht erst seit der Corona-Pandemie eine wesentliche Rolle. In Bezug auf die technische Ausstattung von Schulen ist die Kommune als Trägerin der Einrichtungen gefragt. Hier gilt es, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen an ganzheitlichen Konzepten zu arbeiten. Schule benötigt nicht nur Endgeräte für Lehrkräfte und Schüler*innen. Vielmehr müssen Schulen mit zeitgemäßen Lernmanagementsystemen ausgestattet werden. Diese schaffen die Voraussetzungen, dass neben dem Vorhalten der fachlichen Inhalte die Vernetzung und der Austausch von Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern ermöglicht wird. Somit wird eine möglichst große Transparenz im Schulalltag gewährleistet. Nicht zuletzt gehört dazu, dass Schulen einen „digitalen Hausmeister“ haben. Die kurzfristige Behebung technischer Schwierigkeiten ist eine der Voraussetzungen, dass die Digitalisierung im Bildungssystem einen Mehrwert darstellt und nicht zur weiteren Herausforderungen für die Lehrer*innen wird.

Schulentwicklungsrat soll Entwicklung begleiten und steuern

Was braucht es um eine solche Entwicklung der Sundener Schullandschaft zu befördern? Verena Verspohl: „Um derartige Entwicklungen erfolgreich auf den Weg zu bringen sollte, ein Schulentwicklungsrat in der Kommune installiert werden. In diesem sitzen neben Vertreter*innen aller Schulen Fachleute aus Verwaltung und Politik.“

Verena Verspohl mit den Sunderner Grünen

Ganztag ausbauen – Entwicklung gestalten!

Die Standortfrage von Grundschulen wurde nicht weiter diskutiert, da gemäß Aussagen im letzten Fachausschuss Bildung und Familie absehbar keine weiteren Schließungen von Grundschulen in Sundern auf Grund des steigenden Bedarfes zu erwarten sind. Ein Thema hingegen waren die Ganztagsangebote an Schulen. Hier sehen die Vertreter*innen der Grünen Potenzial, die Ganztagsangebote an Schulen in Sundern künftig noch stärker mit dem Fokus auf Kulturelle Bildung zu gestalten.

Am Ende der Veranstaltung waren sich die Anwesenden einig, dass die Entwicklung einer attraktiven Schullandschaft in der Stadt nicht allein abhängig ist von den schulpolitischen Vorgaben des Landes. Kommunen können durch die Ausstattung, Unterstützung und Begleitung von Schulen die Entwicklung selbst gestalten.

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